Konzept und Zeitplan des NOBLEND Automobil Bergrennen Esthofen – St. Agatha in Oberösterreich unterscheiden sich deutlich von anderen Veranstaltungen. Klar füllt sich auch dort das Fahrerlager frühzeitig, denn Administrative und Technische Abnahme ist ab Freitagmittag möglich, zusätzlich auch noch am Samstagmorgen. Trainiert wird aber erst ab 11:00 Uhr. Zwei Läufe werden bis gegen 16:00 Uhr auf der 2734 Meter langen, flüssigen Piste durchgeführt. Oben im Ziel ist Platz für das komplette Feld von knapp 200 Rennfahrzeugen aller Couleur. Daher gibt es Rückführungen immer nur für alle Autos gemeinsam. Mit der bewährten Regelung „bergabwärts gesehen gehört die rechte Seite der Straße den Rennautos, die linke den Zuschauern.“ Diese dürfen während der Talfahrt die Strecke betreten und, wenn sie denn möchten, als Wanderpfad nutzen. Das funktioniert prima und kommt an. Das frühe Ende der zwei Übungsauffahrten lässt den Besuchern genügend Zeit für einen ausgedehnten Fahrerlagerbummel. Auch die Schrauber, die ja oftmals in Personalunion die Fahrer sind, können ihre Renner in Ruhe auf den Sonntag vorbereiten. Und sich selbst natürlich auch. Der Race-Day beginnt dann deutlich eher. Ab 08:30 Uhr startet der dritte und letzte Trainingsdurchgang. Nach der Rückkehr ins Fahrerlager bleibt in der Regel eine gute Stunde bis zum Rennstart um 12:00 Uhr. Die Beginnzeiten werden von der Mannschaft des MSC Rottenegg akribisch eingehalten. Man kann die Uhr danach stellen. Dann gibt es gute fünf  Stunden Racing pur. Mit 20 Sekunden Startabstand geht Auto für Auto den Berg hoch. Vorfälle werden kompetent und flott aufgearbeitet. Die Entscheidungen fallen in zwei Race-Heats, deren Zeiten zum Endergebnis addiert werden. Um 17:15 Uhr sind die Resultate offizialisiert. Da läuft bereits die Flower-Ceremony für die Besten der Divisionen Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge, verbunden mit weiteren Sonderehrungen. Wie zum Beispiel die höchste Geschwindigkeit an der Mutstelle, sprich dem Eintauchen in die früher Steinmauerkurve genannte Passage. Diese Zeremonie läuft vor großem, begeisterten Publikum. Und egal mit wem man spricht, seien es Fahrer, Begleiter, Schrauber, Zuseher, Organisatoren oder Offizielle, alle sind entspannt, gelöst und zufrieden. „Was für ein grandioses Rennwochenende bei Kaiserwetter“ lautet das allgemeine Fazit.   

Bevor wir den Sport betrachten, müssen wir noch darauf eingehen, dass in unserem Nachbarland für die Tourenwagen lediglich sechs Performancefactor-Klassen in der Ausschreibung stehen. Punkt. Da unsere Wertungsgrundlagen anders gestaltet sind, bleibt uns nur das in unseren Ausschreibungen verankerte Umwerten auf unser KW Berg-Cup- und NSU-Bergpokal-System. Für die Gruppe Klassik hat das schon der Veranstalter getan, danke dafür! Um die Feineinteilung oder besser ausgedrückt die Unterteilung der Pf-Klassen hat sich Thomas Krystofiak gekümmert. Damit das alles transparent bleibt, könnt ihr beide entsprechenden Listen auf unserer Homepage unter Resultate 2026 einsehen. Sie sind die Grundlage für die folgenden Berichte, weil daran ja auch die Punktevergabe für unsere Serien gekoppelt ist.

So, nun ziehen wir aber den Rennoverall an, setzen den Helm auf und klettern ins Auto. Als erstes stehen die aus dem  NSU-Bergpokal bereit. Die Trainingsbestzeit schnappt sich Steffen Hofmann, er ist 0,516 Sekunden eher im Ziel als Korbinian Gast. Für die dritte Zeit sorgt Dieter Kohl. Nach Rennlauf eins liegt Korbinian Gast seinerseits 0,516 Sekunden vor Steffen Hofmann. Dieter Kohl geht im ersten Run die Straße aus, sein TT rutscht mit beiden Vorderrädern von der Piste, sitzt mit der Bodenplatte auf. Kräftige Helfer befreien ihn aus seiner misslichen Lage, er kann die Fahrt fortsetzen, allerdings mit ruinierter Zeit. Uwe Schindler bezieht die dritte Position, liegt auf dieser minimale 94 Tausendstel vor Thomas Krystofiak, der am Samstagnachmittag seinen 1200C noch flugs kürzer übersetzt hat. Im finalen Run zwei wird Steffen Hofmann knappe vier Zehntel schneller. Korbinian Gast kann dagegen seine Marke aus dem ersten Durchgang nicht wiederholen, verliert 1,01 Sekunden. Das bedeutet Sieg für Steffen Hofmann, 0,359 Sekunden vor Korbinian Gast. Der Dritte heißt Uwe Schindler, Vierter wird Thomas Krystofiak. Dieter Kohl bleibt Platz fünf. Als einzigem Teilnehmer mit einem der NSU-Bergpokal Klassikwertung entsprechendem Fahrzeug bleibt ihm von seinem Trip nach Österreich der dafür vorgesehene Sonderpokal.

Damit zur Gruppe Klassik der vor dem Jahr 2000 gebauten Tourenwagen. Die 1,4-Liter sind übersichtlich und beständig sortiert. Vorneweg düst Tobias Mayer im VW Minichberger Scirocco 16V, gefolgt von Nils Abb im 8-Ventiler VW Schneider Polo 2 und Wolfgang Glas mit seinem VW Polo 2 16V. Diese Reihung bildet sich in den Probeauffahrten und hat bis zum Rennschluss Bestand.

Bei den 1600ern läuft es ebenso. Tobias Auchter gibt im Opel Spiess Corsa A GSI 16-Ventiler das Tempo vor. Er gewinnt vor Robert Maslonka (VW Polo G60) und Ronny Hering mit seinem nach den Regularien der früheren Gruppe 2 aufgebauten VW Scirocco 8-Ventiler.

Die 2-Liter machen es den Kollegen aus den Klassen zuvor nach. Poleposition und Rennsieg sichert sich im Opel Minichberger Kadett C Coupé 16V Bernd Ehrle. Platz zwei ist die Angelegenheit von Youngster Marvin Ruwe (VW Minichberger Golf 1 GTI 16V), Dritter und zugleich bester 2-Liter KW 8V-Trophy Teilnehmer ist im Opel Briegel Kadett C Coupé Michael Rauch.   

Bei den Fahrzeugen bis 3000 Kubikzentimeter liegt im Training Alexander Wolk im VW Minichberger Golf 2 Turbo vor Thomas Claus. Im Rennen wird Alexander Wolk zum Solisten. Denn Thomas Claus muss sein Opel Kadett C Coupé 16V mit einem technischen Problem in einem Notausgang parken.

Nun, jetzt und hier von der Gruppe Klassik zur Abteilung Performancefactor. Noch bevor wir durchstarten möchten wir darauf hinweisen, dass wir uns im Folgenden ausschließlich um den Verlauf und die Resultate unserer eingeschriebenen KW Berg-Cup Aktiven kümmern werden.

In der 5c dürfen wir Helmut Knoblich zum Gewinn gratulieren. Markus Fink holt als Dritter ebenfalls einen Podiumsplatz. Markus Rothdauscher beendet sein St. Agatha Wochenende als starker Fünfter. Alle drei gerade Genannten waren auf Citroen C2 unterwegs.    

Die 5b umfasst 13 Teilnehmer. Moritz Minichberger holt sich mit seinem Honda Civic Type R in überlegener Manier den Klassensieg. Und im Opel Corsa B läuft Rookie Roman Ahke auf Rang elf ein.

Drei der 17 5a-Starter kommen vom KW Berg-Cup. Leopold Gast sichert sich mit seinem Renault Clio 4 Cup den zweiten Platz. Thomas Flik (Renault Clio 3 Cup) gehört Position sechs. Der 5a KW 8V-Trophy Pokal geht an Timo Fritz, der im Opel B Ascona in der Klassenwertung auf Rang 14 geführt ist.

Einen Doppelerfolg gibt es für den KW Berg-Cup in der Klasse 4b zu bejubeln. Jens Weber gewinnt sie im Opel Kadett C Coupé 16-Ventiler vor Maximilian Gast (VW Golf Turbo). Rang sieben ist die Angelegenheit von Josef Faber mit seinem Opel Kadett C Coupé.

Bester KW Berg-Cup Vertreter ist in der 4a Ralph Paulick, der sich im Minichberger VW Golf 1 16V Rang fünf sichern kann. Werner Walser hat St. Agatha als Abschluss seiner 1990 gestarteten Motorsport-Karriere gewählt, wollte hier sein letztes Rennen als aktiver Pilot bestreiten. Leider bleibt es bei einem Trainingslauf. Im zweiten muss er seine Opel Kadett C Limo mit einem Motorproblem kurz nach dem Start abstellen. Zum Glück ist der Schaden überschaubar. Bei Bergrennen werden wir Werner auch weiterhin antreffen, dann allerdings in anderer Funktion. Und sein Kadett wird nach aller Voraussicht in Zukunft ebenfalls dem Berg treu bleiben.

Drei KW Berg-Cup Aktive sind in der 3b mit von der Partie. Das beste Ende hat Pascal Ehrmann für sich, der mit seinem Subaru Impreza WRX STI Vierter wird. Drei Plätze dahinter, auf der Sieben, läuft Daniel Müller im BMW M140i ein. Zu einem Top Ten Platz war Sabine Göhrig unterwegs. Bis sie ein Antriebsproblem beim Start zum zweiten Race-Heat stoppt. Ihrem Ford Focus ST fehlt plötzlich der Vortrieb.

Michael Weber halten rund 950 Kilometer Anreise nicht von einer Teilnahme in St. Agatha ab. Dort trifft er in der 2a auf starke Konkurrenz. Trotzdem gelingt ihm als Neuntem der 14 Starter mit seinem Audi 80 Quattro Turbo ein wirklich achtbares Resultat.

Damit, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde, sind wir am Ende unserer St. Agatha-Nachlese angelangt. Der Fokus liegt nun auf dem großen Finale in Mickhausen. Die Vorschau darauf folgt in Kürze.

Uli Kohl, 30.09.2026

Im Klartext: Wir kümmern uns hier und jetzt um die die Abteilung Performancefactor. Den Beginn macht die mit 16 Teilnehmern stark besetzte 5c. Die stand erneut ganz im Zeichen von Fabian Brügge. Bestzeit im Training und in beiden Race-Heats, das ist seine Erfolgsformel zum souveränen Klassengewinn Nummer neun auf dem BMW E36 325i.

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Umsortierungen und Positionswechsel – dergleichen passiert nur hinter ihm. Marken- und Typenkollege Florian Wissing kommt am Übungstag bis auf 0,812 Sekunden an ihn heran, Hannes Menninger bezieht auf BMW E36 318iS Rang drei. Alexander Reder (BMW 318iS) komplettiert das weiß-blaue Spitzenquartett, Lukas Friedrich ist im Ford Fiesta bester Frontantriebsfahrer.

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Zum Rennauftakt spurtet Alexander Reder auf die Zwei nach vorne, Lukas Friedrich setzt sich auf die Drei, es folgen Florian Wissing und Hannes Meninger. Im finalen Run haben nur die Plätze eins und zwei Bestand. Florian Wissing attackiert und schafft Podiumsplatz drei, Lukas Friedrich ist Vierter, Ralf Fladung holt im Peugeot 206 RC Rang fünf vor Hannes Menninger und Opel-Astra-Pilot Marc Schmitz. So ganz nebenbei hat Fabian Brügge auch den Klassenstreckenrekord von Nick Mai aus dem Vorjahr regelrecht pulverisiert. Die Messlatte ist jetzt von 1:33,02 auf 1:30,484 gelegt.

Die 5b hält auf Ordnung. Schon am Trainingsende ist das Bild gezeichnet, dass sich zum Rennende unverändert darstellt.

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Mit Youngster Moritz Minichberger (Honda Civic Type R) an der Spitze, Alexander Thrun im Renault Clio auf der Zwei und Kira Gerspacher (VW Golf GTI III) als Dritter. Ex-Motorradrennfahrer Roman Ahke pilotiert seinen Opel Corsa B GSI auf Position vier. Auch hier purzelt der Klassenrekord. Der neue Inhaber ist Moritz Minichberger, für ihn werden 1:28,791 festgehalten.DSC_7465.jpg

Der Eichenbühl-5a-Samstag zeigt auf den Top-Drei-Rängen einen BMW im Renault Sandwich. Die Zutaten: Bestzeit für Leopold Gast. Mit seinem Clio 4 Cup liegt er 0,596 Sekunden vor Stephan Korbach (323ti E36). Ihm knabbert, lediglich weitere vier Zehntel zurück, Thomas Flik im Clio 3 Cup quasi am Heckblech. Am Sonntag erwischt Stephan Korbach den besten Start, führt 0,919 Sekunden vor Leopold Gast, der seinerseits ein Polster von 1,358 Sekunden auf Thomas Flik aufgebaut hat. Aber die Renault-Jungs sind nicht gewillt, sich dem BMW zu beugen, rauschen am 323ti vorbei. Leopold Gast gewinnt schlussendlich souverän vor Thomass Flik, der den BMW von Stephan Korbach um 32 Hundertstel hinter sich halten kann.

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Spiel, Satz und Sieg. So gestaltet Jens Weber (Opel Kadett C Coupé 16V) seinen Auftritt in der 4b. Er liegt immer auf Position eins. Jürgen Gerspacher im VW Golf 1 und Maximilian Gast (VW Golf Turbo) kommen ihm in den Übungsauffahrten am nächsten. Ein Fragezeichen steht hinter Michael Schumacher, von ihm gibt es kein wirklich aussagekräftiges Trainingsresultat. Am Sonntagmorgen zeigt er sich in großer Form, fährt mit seinem VW Polo G60 auf Position zwei, liegt dort 0,536 Sekunden vor Maximilian Gast. Für den kommt es im finalen Heat knüppeldick. Sowohl Local Hero Eric Schlegel (VW Golf V) als auch der Schweizer Michael Heimgartner mit seiner BMW Limousine ziehen an ihm vorbei, holen sich die Positionen drei und vier, Maximilian Gast ist final Fünfter. Und Jürgen Gerspacher? Den hat die Defekthexe nach dem zweiten Training aus dem Verkehr gezogen, er kann auch im Rennen nicht antreten. Notiz am Rande: Die Klassenbestzeit des

zweiten Race-Heats setzt Michael Schumacher, ist dabei 0,446 Sekunden weniger zwischen Start und Ziel unterwegs als Jens Weber.

Internationale Hochspannung ist in der 4a angesagt. Und nein, liebe Leser, es geht für einmal nicht um diplomatische Verwicklungen. Sondern um Top-Racing. Denn es treffen zwei Erfolgsverwöhnte aufeinander. Da ist einerseits, die Schweiz vertretend, Sergio Kuhn, der auf einen Peugeot 308 TCR vertraut. Andererseits Andy Heindrichs, in Belgien geboren und aufgewachsen, jetzt in Deutschland lebend. Er führt momentan die Luxemburger Tourenwagen-Berg-Meisterschaft an.

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Sein Renner ist der bewährte Opel Wiebe Corsa A 16V. Der Samstag geht mit einem Vorteil von 0,427 Sekunden für Sergio Kuhn zu Ende. Den halbiert Andy beim Rennauftakt nahezu. Sergio liegt 0,259 Sekunden vorne. Den zweiten Race-Heat gewinnt Andy. Er nimmt Sergio 0,165 Sekunden ab. Das Additionspendel schlägt um winzige 94 Tausendstelsekunden zugunsten von Sergio Kuhn aus. Das, was die beiden gezeigt haben, ist Bergrennsport auf höchstem Niveau. Dritte im Bunde der Podestplätze ist Achim Kreim. Mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 8 platziert er sich vor Tim Kleinsorg (BMW 325i) und Werner Walser in der Opel Kadett C Limousine.

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Der Letztgenannte ist zugleich der 4a KW 8V-Trophy Gewinner. Die harte Auseinandersetzung an der Spitze ist nicht nur rekordverdächtig, sie produziert tatsächlich eine neue Bestmarke. Sergio Kuhn eilt im ersten Race-Heat nach 1:25,045 durch die Ziellichtschranke.

„Ich will mein Heimrennen gewinnen.“ Das war die klare Ansage von Daniel Winkler. Die setzt er im Audi RS3 TCR konsequent um.

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Trainingsbestzeit und Schnellster in beiden Wertungsläufen. Das ergibt unter dem Strich nicht nur den klaren Sieg in der 3b, sondern mit 1:23,726 on top auch einen neuen Klassenrekord. Hinter ihm ist es abwechslungsreicher. Marcus Hagmann setzt sich am Samstag und im ersten Run am Sonntag mit seinem Seat Leon Mk 3 auf Position zwei. Im zweiten Race-Heat schlägt aufgrund der Verhältnisse die Stunde der Turbo-Allradler.

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Mit ihren Subaru Impreza WRX STI machen Christian Fouquet und Pascal Ehrmann im wahrsten Sinne des Wortes Boden gut, gehen an Marcus Hagmann vorbei auf die finalen Plätze zwei und drei. Fünfte wird Sabine Göhrig (Ford Focus ST) vor Karl-Heinz Müller im BMW M140i.

Das 3a Podium ist eine reine Porsche Angelegenheit. Der Übungstag verspricht einen heißen Fight um den Klassensieg. Denn Rainer Noller (991.1 GT3 Cup) hat als Zweiter nur 44 Tausendstel Rückstand auf Florian Hess im 997 GT3 Cup.

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Dritter ist Albert Vogt mit seinem 997 GT3. Rennlauf eins geht an Florian Hess. Er liegt 0,857 Sekunden vor Rainer Noller. Der wirft jetzt seine ganze Routine und Erfahrung in die Waagschale, wird als einziger seiner Klasse im Finale schneller. Das ist der Sieg für ihn, 1,271 Sekunden vor Florian Hess. Albert Vogt bleibt auf der Drei, Vierter wird Manfred Scheubeck im VW Scirocco 3 R.

Die acht Fahrer der 2a kommen aus vier Nationen. Mit dabei ist auch der schnellste Tourenwagenpilot des Vorjahres, Thomas Strasser im VW Minichberger Corrado R Turbo. Und wie üblich ist der Tiroler nicht nur dabei, sondern auch ganz vorne dran. Sein Sieg ist zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Mikko Kataja ist im Training und in der ersten Auffahrt sein engster Verfolger. Hinter seinem Toyota Starlet V8 liegt am Samstag Holger Hovemann. Der musss sich aber schweren Herzens noch vor dem Rennen mit einem Antriebswellenschaden an seinem Lamborghini Huracan ST Evo 1.5 abmelden. Seine Position drei übernimmt in Lauf eins Charles Valentiny mit seinem bärenstarken Subaru Impreza STI. Im zweiten Run nutzt der Luxemburger die Gunst der Bedingungen und die Vorzüge seines Allradantriebes und geht noch um 0,171 Sekunden an Mikko Kataja vorbei. Damit ist das internationale Podium komplett. Bestehend aus den Nationen Österreich, Luxemburg und Finnland. Auch Rang vier geht ins Großherzogtum. Geholt von Michel Fernandes im Porsche 992 GT3 Cup. Rang fünf bleibt in Deutschland. Dafür sorgt Sebastian Kühn mit seinem BMW 1M GTR.

Bei den E2-Silhouette-Rennern ist Marco Farrenkopf im Silver Car S2 Evo leider als Alleinunterhalter unterwegs. Was seiner Motivation keinen Abbruch tut. Das beweist sein neunter Rang in der Gesamtwertung klar und deutlich.

Bleibt noch der Blick auf die Tourenwagen-Gesamtwertung. Auf den Plätzen eins bis drei entspricht diese voll und ganz dem 2a-Podest. Will heißen: Thomas Strasser vor Charles Valentiny und Mikko Kataja. Gefolgt vom Top-Duo aus der 3a in Form von Rainer Noller und Florian Hess.

Damit liebe Leser, sind wir mit der Berichterstattung wieder am Aufholen. Der St. Agatha Report und die Vorschau auf das große Finale in Mickhausen werden zügig folgen.

Uli Kohl, 29.09.2026

Inklusive des 57. Bergrennen Eichenbühl sind in der 38. KW Berg-Cup und 25. NSU-Bergpokal Saison nur mehr drei Rennen zu absolvieren. Die Punktekontos können danach nur mehr in St. Agatha (25.-27.09.) und Mickhausen (02.-04.10.) aufgefüllt werden.

Die Organisatoren des MSC Erftal e.V. im AvD dürfen sich über ein richtig gutes Feld von 153 Rennautos freuen, das 31 auf Gleichmäßigkeit fahrende Teilnehmer noch weiter aufstocken. Der Löwenanteil von 131 Nennungen ist für die Tourenwagen-Division 1 abgegeben worden, 86 davon kommen von Aktiven des Berg-Cup e.V. Exakt aufgeschlüsselt sind das 13 Fahrzeuge im NSU-Bergpokal, 35 gehören in die KW Berg-Cup Division Performancefactor (Pf) und 38 in die Abteilung Klassik. Aus diesen Zahlen lässt sich herauslesen, dass alle in den Wertungen vorne Liegenden noch einen Angriff auf weitere Verbesserung ihrer Position starten. Ein Fahrer plus zwei Teams können den kommenden Events allerdings relativ gelassen entgegen sehen. Weil sie bereits acht echte Top-Ergebnisse ihr Eigen nennen können. Und acht ist sowohl im NSU-Bergpokal als auch im KW Berg-Cup die magische Nummer. Fangen wir mit den NSU an: Jannik und Steffen Hofmann sind hier einmal mehr das Spitzenteam. Allerdings steht noch der von den Regeln geforderte Renneinsatz von Steffen aus, dieser wird höchstvermutlich in St. Agatha stattfinden. Und er muss funktionieren, um den Erfolg endgültig auf Nummer sicher zu haben. In der KW Berg-Cup Division Pf hat Fabian Brügge im BMW E36 325i schon achtmal seine Klasse gewonnen. Der 24-Jährige kann maximal noch Nuancen an seinem Zählerstand verbessern. Neben der Division Pf führt er auch die Rookie- und Youngsterwertung souverän an. Ganz ähnlich ist die Situation im Klassik-Lager. Das Team Armin Ebenhöh / Tobias Mayer (VW Minichberger Scirocco 16V) kann mit sieben Siegen und einem zweiten Platz in ihrer 1400er-Klasse aufwarten. Also darf man auch hier gratulieren.

Bevor wir uns jetzt zu sehr in Punkte und Ranglisten verlieren, kehren wir kurz nach Eichenbühl zurück. Zu einem Event, in das die komplette Ortschaft mitsamt ihren Vereinen involviert ist. Mit Verkauf, Kuchentheke und großem Festzelt, in dem auch die Siegerehrung vor vollem Haus bei bester Stimmung stattfindet. Aber bevor die in Szene geht, ist die 3,050-Kilometer Strecke von Eichenbühl nach Umpfenbach zu absolvieren. Am Samstag zum Üben mindestens dreimal. Das heißt, wenn es gut läuft, vielleicht auch viermal. Dazu behält man sich vor, im dritten Training mit Rot gestoppte Autos nicht zurückzuführen, sondern vom Standplatz aus weiter nach oben zu schicken – eine sehr interessante Variante! Für den Rennsonntag sind drei Auffahrten gesetzt, aus denen die zwei besten Zeiten zur Wertung herangezogen werden. Los geht es morgens jeweils um 08:00 Uhr. Oder, wenn alles rechtzeitig fertig ist, gerne auch ein paar Minuten früher. Der Wetterfrosch ist zurzeit mit den Erftalern verbündet und quakt von trockener Piste und angenehmen Temperaturen zum Genießen. Völlig egal ob am Start, in der W&K Kurve, dem Crew-Knüttel-S, der Suzuki Kurve, der Klinge sowie der Honda-, Lackie- und Zielkurve. Nach Ende des Trainings gibt es noch eine tolle Zugabe im Crew-Knüttel-S. Dort werden die drei schnellsten Piloten des Tages geehrt und interviewt.

Kurz vor dem Saisonende sei es erlaubt, noch einen kurzen Blick auf die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft (DBM) zu werfen. Die es ja 2026 doppelt gibt, einmal für Touren- und einmal für Sportwagen. Für beide Sparten gibt es nur ein einziges Streichresultat, was die Sache bei zurzeit noch zwei ausstehenden Wettbewerben echt prickelnd und noch nicht endgültig entschieden gestaltet. Bei den Autos mit Dach sind die Top-Titelanwärter Fabian Brügge und Jannik Hofmann. Sie sind nur durch drei Punkte getrennt. Weitere acht Zähler zurück besitzt auch Jens Weber (Opel Kadett C Coupé 16V) noch reelle Chancen auf Verbesserung. Alle weiteren Teilnehmer haben sich bereits einen kleinen Respektabstand eingehandelt. Werner Weiss (Ford Escort RS 1800), Andy Heindrichs im Opel Wiebe Corsa und Thomas Flik (Renault Clio 3 Cup) halten noch Kontakt nach vorne. Wobei es im Feld der Verfolger untereinander höllisch knapp zugeht. Im Bereich Sportwagen werden es der momentane Leader Bastian Voss (Tatuus Formula Master / Osella PA 2000 Evo), Benjamin Noll (Osella PA 30 / FA 30) und Marco Lorig mit seinem Tatuus Formula Master unter sich ausmachen, wer 2026 den Titel holt.

In Anbetracht der Informationen im Text sollte es für euch, liebe Anhänger des flotten Gipfelsprints und Fans des NSU-Bergpokals und KW Berg-Cups nun nur mehr eine Sache zu erledigen geben: Nämlich Karte oder Navi zur Hand zu nehmen und eine passende Route nach Eichenbühl herauszusuchen. Ihr wisst ja, es ist richtig zentral gelegen. Und wenn wir euch bisher immer noch nicht von „live ist live“ überzeugen konnten, haben wir noch ein Ass im Fahreranzugärmel. Am Freitagabend ab etwa 18:30 Uhr wird Fußball gespielt. Die Traumpaarung lautet: NSU-Bergpokal gegen KW Berg-Cup. Das gab es vor vielen, vielen Jahren schon in ähnlicher Form. Als Teil des 25-Jahre-Jubiläums des NSU-Bergpokals lebt es nun am damaligen Schauplatz wieder auf. Nun, überzeugt? Ja? Das ist genial, wir freuen uns auf euch, sichert euch rechtzeitig die besten Plätze. Am Fußballfeld und an der Strecke.

Uli Kohl, 06.09.2026

Wir hatten die Nachlieferung des sportlichen Teils des 57. Bergrennen Eichenbühl versprochen. Was wir natürlich einhalten.

Das fangen wir mit Vollgas an. Mit dem Blick in den NSU-Bergpokal, der seine große 25-Jahre-Party abhielt. Mit einem großen Platz im Fahrerlager, wo es nicht nur die gewohnten Bergpokal-Renner zu bestaunen gab, sondern auch seltene Derivate und Autos von Gästen, die zum Teil von weither angereist waren. So wie zum Beispiel Erwin Mandl aus der Steiermark. Nach dem Training wurde das alles als Korso auf der Rennstrecke präsentiert. Eröffnet wurde das Feierwochenende übrigens bereits am Freitagabend mit dem Fußballspiel NSU-Bergpokal gegen KW Berg-Cup.

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Leider war kein DFB-Talentscout vor Ort. Denn einige Teammitglieder bewiesen, dass sie mit ihren Füßen weit mehr können, als Pedale bedienen. Der Endstand des Matches mit Drive und Elan lautete 2:1 für den KW Berg-Cup. Über eine Revanche wird bereits nachgedacht.20260912_171041.jpg

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So, nach dem Feier- der Rennbericht. Die Abordnung der Neckarsulmer Heckmotor-Flitzer ist mit 14 Startern stark vertreten. Die jüngere Fahrergeneration gibt das Tempo vor. Die Poleposition schnappt sich Korbinian Gast 0,335 Sekunden vor Jannik Hofmann und Christian Hindmarsh. Am Renntag dreht sich die Reihung an der Spitze. Jannik Hofmann ist in beiden Race-Heats der schnellste Pilot, er gewinnt in der Addition beider Wertungsläufe 1,983 Sekunden vor Korbinian Gast und Christian Hindmarsh.

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Auf Position vier taucht in Form von Dieter Kohl bereits der Beste der Klassik-Wertung auf, Fünfter wird final Andreas Kuhnert. Rang zwei der Klassiker sichert sich Wolfgang Weigert, gefolgt von Sascha Dopieralski und Roman Szott.

Die Gruppe Klassik der vor 1999 gebauten Tourenwagen beginnt mit den 1150ern.

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Hier darf sich Tobi Stegmann mit seinem Schneider Audi 50 im Training über die Bestzeit freuen. Im Rennen dreht allerdings Jürgen Hessberger im Fiat 127 Sport Martini Racing die Reihung um, gewinnt vor Tobias Stegmann und Rolf Rauch mit seinem Fiat 128 Rally. Vierte ist im Fiat 850 Spezial Jennifer Kaufel-Meier. Alle Autos sind 8-Ventiler. Da aber Jürgen Hessberger 2026 nicht in den KW Berg-Cup eingeschrieben ist, heißt die KW 8V-Trophy Besetzung Tobi Stegmann, Rolf Rauch und Jennifer Kaufel-Meier.

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Stolzes Nennergebnis ebenfalls in der 1,4-Liter-Klasse. 17 Fahrzeuge nehmen das Training auf. Wenig überraschend setzt Armin Ebenhöh mit dem VW Minichberger Scirocco 16V die Bestmarke. Teil zwei der imaginären ersten Startreihe beansprucht 8-Ventiler-Pilot Nils Abb (VW Schneider Polo 2) für sich. An seinem Heckdiffusor klebt der Schweizer Gast Andreas Helm im ex-Franz-Weißdorn VW Polo 16V. Ihm fehlen auf Nils lediglich zwei Zehntelsekunden. Rennlauf eins prägen zwei Dinge: Thomas Pröschel schaltet auf Angriffsmodus, sprintet im VW Schneider Corrado 16V auf Position zwei nach vorne, liegt dort 2,009 Sekunden hinter Armin Ebenhöh zurück. Andreas Helm schiebt sich an Nils Abb vorbei. Er ist nun Dritter, Nils Vierter.

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Das Spitzentrio Ebenhöh – Pröschel – Helm hat auch im Finale Bestand. Dahinter gibt es noch Änderungen. Florian Hübel gelingt mit einem fulminanten zweiten Run der Sprung auf Platz vier, schiebt damit Nils Abb auf Position fünf zurück. Die Top Ten komplettieren Thomas Kohler im Fiat X1/9 16V, Thomas Grimm (VW Schneider Polo 1 16V), Jörg Davidovic mit seinem NSU TT 16V, Colin Lohmann im VW Selfmade Polo 1 16V und Simon Markert (VW Schneider Polo 8V). Nils Abb steht auf dem 1400er KW 8V-Trophy Podest in der Mitte oben, flankiert von Simon Markert als Zweitem und Frank Lohmann (VW Polo 86C) als Drittem.

Die 1,6-Liter sortieren sich in Rennlauf eins so, wie das Training geendet hat. Hans Peter Eller sorgt mit seinem Opel Kadett C Coupé 16V für die schnellsten Zeiten, gefolgt von Tobias Auchter (Opel Corsa A GSI 16V), Robert Maslonka im VW Polo 86C G60 und Ronny Hering mit seinem nach Gruppe 2 Regeln aufgebauten VW Scirocco.

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Leider hat die böse Defekthexe einen kleinen Abstecher nach Eichenbühl unternommen. Was bewirkt, dass sich Tobias Auchter und Ronny Hering für den zweiten Durchgang abmelden müssen. Damit Klassensieg für Hansi Eller und Rang zwei für Robert Maslonka.

Zwei Opel Kadett C Coupés bestimmen das Geschehen in der Abteilung bis 2000 Kubikzentimeter. Das sind Bernd Ehrle im Minichberger Kadett und Lars Heisel mit seinem Böhm C Coupé, beides sind 16-Ventiler. Im Training und ersten Race Heat ist Marvin Ruwe (VW Minichberger Golf 1 GTI 16V) als Dritter der nächste Verfolger des Opel-Duos. Dies ultraknapp, 0,214 Sekunden vor Werner Weiss mit seinem Ford Escort RS 1800. Im zweiten Lauf zieht Routinier Werner Weiss am Youngster Marvin Ruwe vorbei.

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Damit ist der Endstand auf den ersten vier Rängen hergestellt. Auf Position fünf ist Michael Rauch im Opel Briegel Kadett bester Pilot eines Fahrzeugs mit 8-Ventil-Motor. Direkt hinter ihm laufen seine 8V-Kollegen Johann Hatezic (Opel Ascona B Frank) und Michael Dandl mit seinem BMW der E30 Baureihe ein.

Bis 3000 Kubikzentimeter sieht alles nach einem ungefährdeten Erfolg für Alexander Wolk im VW Golf 2 Minichberger aus.

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Er gewinnt das Training und Race-Heat eins, hat da jeweils einen beruhigenden Vorsprung auf Thomas Claus (Opel Kadett C Coupé 16V). Diesem folgt im Windschatten Marcel Gapp mit seinem BMW M3 E36. Der Abstand beträgt 0,197 Sekunden. Marcel legt daraufhin noch eine Schippe nach, zaubert mit 1:27,846 die klare Klassenlaufbestzeit auf das Eichenbühl-Parkett. Mit seinem Sturmlauf kommt er noch bis auf 0,133 Sekunden an Alexander Wolk heran, wird damit final Zweiter vor Thomas Claus. Auf Rang vier ist Felix Bürker (Opel Frank Kadett C Limo) Gewinner der 3-Liter KW 8V-Trophy.

Die Klasse über drei Liter Hubraum ist fest in Schweizer Hand. Vanessa Zenklusen gibt im Subaru Impreza Type R die Pace vor. Dahinter duellieren sich Thomas Schmid (BMW E30) und Marc Längerer mit seinem VW Weißdorn Scirocco um Position zwei und drei.

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Thomas Schmid liegt nach der ersten Wertungsauffahrt knappe 0,92 Sekunden vor Marc Längerer. Der Letztgenannte wandelt diesen Rückstand im Finale auf einen Vorsprung von 0,905 Sekunden um. Damit ist er Zweiter vor Thomas Schmid.

Damit ist der Überblick über die Gruppe Klassik komplett, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde. Zeitnah folgt der Bericht über die Gruppe der nach Performancefactor-System eingeteilten Fahrzeuge. Im Anschluss daran gibt es dann den St. Agatha Rennbericht sowie eine Vorschau auf Mickhausen.

Uli Kohl, 28.09.2026

Eines war von Anfang an klar: Große Verzögerungen und Unterbrechungen kann sich das Automobil Bergrennen Oberhallau 2026 nicht leisten. Denn über 250 zum Training zugelassene Fahrzeuge sind ganz einfach eine riesige Herausforderung. Dessen voll bewusst wurde der Start sowohl am Trainingssamstag als auch am Rennsonntag auf 07:30 Uhr festgelegt. Dagegen legte allerdings Petrus Protest ein. Bereits am Freitagvormittag schickte er Starkregen, verbunden mit heftigem Wind, dem nicht alle Zelte und Pavillons gewachsen waren. An vielen Standplätzen wurden zunächst Besen und Wasserschieber zum gefragtesten Werkzeug.

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Als Spätfolge der Niederschläge lag am Samstagmorgen dichter Nebel über der 3-Kilometer-Strecke, was eine Startverschiebung bedingte. Trotzdem gelang es den Verantwortlichen des Vereins Pro Bergrennen Oberhallau, alle drei geplanten Probeläufe durchzuziehen. Mit der Zeit hielten Sonnenschein und – besonders sonntags – hohe Temperaturen Einzug. Der Race-Day, an dem es im Vergleich zum Training mehr und auch länger währende Vorfälle und Unterbrechungen gab, begann um 07:25 Uhr. Was nichts daran zu ändern vermochte, das Jury und Organisationskomitee am Nachmittag die Reißleine zogen und entschieden, den dritten Wertungslauf abzusagen. Womit an Stelle von „die besten zwei aus drei“ beide durchgeführten Rennläufe zur Wertung herangezogen wurden. Was dabei heraus kam, das wollen wir uns nun für den NSU-Bergpokal und die KW Berg-Cup Klassen miteinander anschauen.IMG-20260903-WA0008.jpg

Zuerst erklimmen wir den von Weinreben malerisch eingebetteten Oberhallauer Berg luftgekühlt, verlassen uns auf Heckmotor und Hinterradantrieb. Jannik Hofmann ist hier einmal mehr die Messlatte, kontrolliert das Tempo und gewinnt souverän. Enger, viel enger geht es im Verfolgerfeld zu. In dem sich Thomas Krystofiak mit seiner 1200C-Version, gerne auch Reiselimousine oder Langschnauzer genannt, als sicherer Zweiter etabliert. Zum Trainingsende und im ersten Race-Heat beansprucht Christian Hindmarsh in seinem erst zweiten Saisonrennen Rang drei für sich. In der zweiten Auffahrt unterläuft ihm ein Kunstfehler, der ihn – mangels Lauf drei – auf Finalplatz fünf zurückwirft. Walter Voigt übernimmt Endposition drei. Und auch Uwe Schindler schlüpft noch an Christian vorbei, beendet sein Oberhallau Wochenende als Vierter. Bester Klassiker ist in Oberhallau Walter Voigt vor Klaus Betten.image3.jpeg

Fahren wir jetzt ein Stück bei der KW Berg-Cup Division Klassik mit. Sprinten mit ihnen zum Reservoir, schlängeln uns zur Tarzan, spurten weiter zur Brotlaube und biegen dann in den Hinteren Berghöfen links ab Richtung Ziel. Der Beginn ist Sache der 1400er, die mit elf Autos stark vertreten sind. Die Positionen vier bis eins des Rennens entsprechen dem Trainingsergebnis. Eine Veränderung gibt es nur auf Platz fünf. Den bezieht Colin Lohmann mit seinem VW Selfmade Polo 16V 1300. Nach den Probeheats war auf diesem Rang noch Jasmin Merkert zu finden, die sich mit ihrem VW Schneider Polo 8V wegen Motorproblemen leider für das Rennen abmelden muss.image2.jpeg

Die Podiumsbesetzung bilden Sieger Tobias Mayer im VW Minichberger Scirocco 16V, flankiert von Ronnie Bucher (VW Schneider Corrado 16V) als Zweitem und Thomas Kohler mit seinem Fiat X1/9 auf Rang drei. Damit hier nicht der Eindruck entsteht, es wäre langweilig gewesen: Nach Rennlauf eins lagen die Plätze drei bis sechs innerhalb von 2,507 Sekunden. Auf Klassenrang sieben ist Youngster Luca Fuchs im VW Schneider Polo erstmals 1,4-Liter KW 8V-Trophy Gewinner.image4.jpeg

Bange Momente gab es um René Christall. Er kam ausgangs Reservoir mit seinem Simca Rallye 2 von der Strecke ab und landete in einem Feld. Renés Bergung dauerte, da er sich beim Unfall Verletzungen an beiden Beinen zugezogen hatte und der Simca im Frontbereich stark verformt war. Wir wünschen ihm einen guten Verlauf seiner Wiederherstellung. Dass er eine Rückkehr auf die Rennstrecke plant, hat er schon öffentlich bekannt gegeben. Drücken wir ihm die Daumen dazu!

Die 1,6-Liter-Abteilung zeigt sich klar sortiert. Die Nummer eins ist im Opel Spiess Corsa A Tobias Auchter. Er gewinnt klar vor Robert Maslonka im aufgeladenen VW Polo 86C G60 und Ronny Hering im 8-Ventiler VW Scirocco 1, der komplett nach den Regeln der früheren Gruppe 2 aufgebaut ist.

Jetzt rufen wir die Klasse bis 2000 Kubikzentimeter auf. In dieser ist Bernd Ehrle der Favorit. Mit seinem Opel Minichberger C Kadett Coupé wird er dieser Rolle vollauf gerecht, setzt sich in Training und Rennen klar durch.image1.jpeg

Mehr Spannung verspricht beim Studium der Übungszeiten der Fight um Platz zwei. Denn Marvin Ruwe und Werner Weiss liegen relativ eng zusammen. Doch aus dem Duell wird leider nichts. Der ansonsten so zuverlässige VW Minichberger Golf 1 GTI 16V quittiert in beiden Race-Heats noch vor dem Reservoir den Dienst. Geht einfach aus und lässt sich nicht mehr starten. Damit ist Werner Weiss (Ford Escort RS 1800) alleine klarer Zweiter. Johann Hatezic pilotiert den Opel Ascona B Frank auf Podestplatz drei, gewinnt zusätzlich die 2-Liter KW 8V-Tropphy Wertung. Vierter wird mit seinem Kadett C City Gaststarter Mario Laufer.

Hubraum und Anzahl der Ventile sowie Zylinder sind offensichtlich mit die Kriterien, nach denen sich die Autos bis 3000 Kubikzentimeter sortieren. Marcel Gapp ist hier der Spitzenreiter.image5.jpeg

Der Motor seines BMW M3 E36 verfügt über 2990 ccm, 24 Ventile und sechs Zylinder. Für Platz zwei bedarf es eines 16V-Triebwerks mit 2499 Kubik aus vier Zylindern. Installiert in das Opel Kadett C Coupé von Thomas Claus. image7.jpegIm Renner von Roland Christall (Opel Kadett C Limousine Frank) gibt es sogar einen Kubikzentimeter mehr, also 2500. Auch vier Zylinder sind vorhanden. Beim Zählen der Ventile kommen wir auf acht. Somit kennt ihr jetzt alle Klassenplatzierungen inklusive des KW 8V-Trophy Resultates.

Über 3 Liter führt Marc Längerer erstmals in dieser Saison seinen VW Weißdorn Scirocco GTI Turbo zu einem KW Berg-Cup Rennen aus. Leider ist er in die Rolle eines Alleinunterhalters ohne Mitspieler gedrängt, heftet Poleposition und Rennsieg  an seine Fahnen.    

Hubraum sowie die Anzahl von Zylindern und Ventilen rücken von jetzt an in den Hintergrund. Will heißen: Wir kümmern uns jetzt um die Division Performancefactor, steigen hier mit der 5c ein. Das spätere Podium kristallisiert sich früh heraus. Die Beteiligten heißen Fabian Brügge (BMW E36 325i), Helmut Knoblich im Citroen C2 und Marc Schmitz im Family-Opel-Astra GSI 16V). In der aufgeführten Reihenfolge laufen sie auf den Plätzen eins bis drei ein. Die Ränge vier und fünf gehen an Rookie Marco Wöhr im Opel Astra F GSI 16V und Klaus Rothdauscher mit seinem Citroen C2, der vor dem Umbau auf Berg durch ART ein Rallyeauto der Kategorie R2 Max war.

Leicht zu überblicken ist die 5b. Auf dem Klassen-Thron hat sich Youngster Moritz Minichbeger mit seinem Honda Civic Type R festgesetzt, als Kronprinz agiert Alexander Thrun im Renault Clio 2 Cup. Den erweiterten Hofstaat bildet ex-Motorrad-Racer Roman Ahke mit seinem Opel Corsa B GSI 16V.

Die 5a sieht die Auseinandersetzung zweier ex-Cup Renault Clio. Wobei das jüngere Auto, der Clio 4 mit seinem 1,6-Liter-Turbomotor, sich gegen den 2000-ccm-Sauger im Clio 3 durchsetzt. Youngster Leopold Gast steuert des Gewinnerfahrzeug, siegt vor Routinier Thomas Flik.image6.jpeg

Als Opel-Trio zeigt sich die 4b. Trumpf-Ass und Sieger ist hier Jens Weber im Kadett C Coupé 16V vor Stefan Schäfer mit seiner Kadett C Limousine, mit der er zugleich 4b KW 8V-Trophy Sieger ist. Rang drei sichert sich im Kadett C Coupé Josef Faber.

Achtung, Hochspannung! Wo? Im Duell zwischen Andy Heindrichs (Opel Wiebe Corsa 16V) und Ralph Paulick mit seinem VW Golf 1 Minichberger natürlich. Das Training sieht Andy um 1,173 Sekunden im Vorteil. Im ersten Race-Heat dampft Ralph den Abstand bis auf 125 Tausendstelsekunden ein. Mangels drittem Lauf entscheidet der zweite. Schlussendlich sichert sich Andy Heindrichs ganze 2,153 Sekunden vor Ralph Paulick Platz eins. Die Ränge drei und vier gehören 8-Ventilern in der Reihung Karl-Heinz Schlachter im BMW 2002tii Alpina und Werner Walser mit seiner Opel Kadett C Limousine.   

Einer vorneweg, gefolgt von zwei Kampfgruppen. So die Einleitung zur 3b. Derjenige vorneweg ist Daniel Winkler im Audi RS3 TCR. Dahinter beharken sich zwei Subaru Impreza WRX STI. Die Piloten dazu heißen Christian Foquet und Pascal Ehrmann. Nach dem ersten 3-Kilometer-Sprint liegt Christian 0,808 Sekunden vor Pascal. Im zweiten Run kann Christian den Abstand auf 2,089 Sekunden ausbauen. Damit sind Rang zwei und drei geklärt. Verfolgergruppe zwei bilden zwei total unterschiedliche Autos. Wir stellen vor: Den ex-TCR Seat Leon Mk 3, der aktuell mit einem 2-Liter-16V-Saugmotor bestückt ist, gefahren von Marcus Hagmann.image0.jpeg

Und dazu den BMW M140i, ausgerüstet mit einem 3-Liter-Sechszylinder-Turbo-Treibsatz, der knapp 500 PS und mindestens ebenso viele Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. Handicap des Weiß-blauen ist sein Gewicht von etwa 1,5 Tonnen. Womit er gut 600 Kilogramm mehr mit sich herumschleppen muss als der Seat. Aber bevor wir jetzt eventuell zu tief in den Bereich Technik abdriften, hier das Ergebnis: Platz vier für Marcus Hagmann im Seat und Rang fünf für BMW-Pilot Daniel Müller.

Zum dritten Mal nach Schotten und Hauenstein bereichert Rainer Noller mit seinem Porsche 991.1 GT3 Cup ein Bergrennfeld. In der 2b teilt er das Schicksal von Marc Längerer, ist alleine unterwegs. Was den Top-Rallyefahrer keineswegs davon abhält, beeindruckende Zeiten auf das Oberhallau-Asphaltband zu legen.

In der 2a ist der frisch vermählte Holger Hovemann mit seinem Lamborghini Huracan ST Evo 1.5 nicht zu schlagen. Final gewinnt er etwas über 6 Sekunden vor Michael Weber, der im Audi 80 Quattro Turbo mit hervorragenden Zeiten im Startsektor eins aufwartet. Respekt davor und vor seiner superlangen Anreise aus Geestland, die je nach gewählter Route mindestens 850 Kilometer beträgt.

Damit seid ihr nun mit den aktuellen Resultaten aus Oberhallau versorgt, liebe NSU Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde. Das Finale ist in unseren beiden Serien eröffnet. Ab Eichenbühl (11.-13.09.) werden wir uns auch mit den Ständen in den Klassen-, Gesamt- und Sonderwertungen befassen. Damit wir gut informiert nach St. Agatha (25.-27.09.) und am darauffolgenden Wochenende (02.-04.10.) nach Mickhausen reisen können. Bitte streicht euch – falls nicht ohnehin schon erledigt – all diese Termine im Kalender ganz dick rot an. Danke dafür!

Uli Kohl, 03.09.2026   

Über das Teilnehmerfeld und dessen Zusammensetzung haben wir uns ja bereits im Vorbericht zum Klassiker auf der 3,050-Kilometer-Strecke unterhalten. Der Samstag startete bei stabilem Wetter sogar kurz vor acht Uhr, drei Trainingsläufe konnten in einem sehr ansprechenden zeitlichen Rahmen durchgeführt werden. Dass dies trotz der hohen Teilnehmerzahl problemlos über die Bühne ging, lag auch daran, dass die Rennleitung für die dritte Übungsauffahrt den im DMSB-Bergreglement für 2026 neu eingefügten Joker zog, der auf eine Rückführung mit Rot gestoppter Autos verzichtet. Statt wieder nach unten setzen diese einfach nach der Freigabe durch Rennleitung und Sportwarte ihre Fahrt nach oben fort. Was mehrmals vorkam und den Ablauf absolut beschleunigte, so dass genügend Raum zur Präparierung der Fahrzeuge für den Renntag sowie zum Miteinander im Fahrerlager blieb. Und, zumindest für alle die, die es wollten, auch für einen Besuch im großen Festzelt.

Auch der Rennsonntag startete zügig, allerdings noch mit feuchten Flecken und vor allem deutlich niedrigerer Asphalttemperatur, was einige Dreher und Vorfälle nach sich zog. Zum Glück alles nicht so schwerwiegend. Bis eine sehr ernste medizinische Hilfeleistung im Zuschauerbereich nötig wurde. Mit Reanimation, Stabilisierung der betroffenen Person und Transport zum Hubschrauberlandeplatz in Eichenbühl. Bis die Rettungskräfte anschliessend ihre Positionen wieder bezogen und die Fahrzeuge einsatzfertig gemacht hatten, waren zwei Stunden verstrichen. Dank allerschnellster Hilfeleistung und einer perfekt funktionierenden Rettungskette geht es dem Patienten nach unserem Kenntnisstand den Umständen nach entsprechend gut.

Dieser Vorfall in Kombination mit einer durch einsetzenden Regen unumgänglichen Unterbrechung zum Reifenwechsel strapazierten den Zeitplan enorm. Was zur Folge hatte, dass die Rennleitung den dritten Wertungslauf absagte. Diese absolut richtige Entscheidung wurde früh getroffen und sofort klar kommuniziert. Die letzte Talfahrt unternahm das gesamte Feld gemeinsam in einer Gruppe, durfte sich dabei über den Beifall vieler begeisterter Zuschauer freuen. Die Siegerehrung des 57. Bergrennen Eichenbühl des MSC Erftal e.V. im AvD startete bereits um 17:30 Uhr. Wie immer bei bester Stimmung im voll besetzten, applaudierfreudigen, großen Festzelt. Bei diesem Abschluss war deutlich zu spüren, wie sehr die komplette Ortschaft Eichenbühl mit allen ansässigen Vereinen hinter ihrem Rennen steht. Es ist schön, dies miterleben zu dürfen.

Noch ein Wort in eigener Sache: Wegen Urlaub des Autors hat der Rückblick auf Eichenbühl ungebührlich lange gedauert. Und er ist auch noch nicht vollständig, weil der Blick auf den Sport fehlt. Wer live vor Ort oder im Stream dabei war, kennt die Ereignisse und Resultate ohnehin. Die Ergebnisse und Zwischenstände aller Serien und Meisterschaften sind easy nachzulesen, einfach hier den Link klicken. Was jetzt nicht bedeutet, dass das Geschehen auf der Strecke für immer unbeleuchtet bleibt. Es wird zeitnah darauf zurückgeblendet werden.

Und natürlich wollen wir noch kurz nach vorne schauen: Für den KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal sind noch das NOBLEND Autobergrennen Esthofen – St. Agatha in Oberösterreich und das 43. ADAC Bergrennen Mickhausen zu absolvieren. Die letztgenannte Veranstaltung ist dann nicht nur das Finale der Serien des Berg-Cup e.V., sondern auch der Abschluss der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft. All das wird sich in einem kurzen Zeitraum abspielen. St. Agatha steht vom 25. bis 27. September im Programm, Mickhausen folgt eine Woche später.

St. Agatha, wie das nur 45 Kilometer von Passau aus die Donau abwärts gelegene Rennen kurz genannt wird, zählt auch zum tschechischen Championat sowie zur FIA-Zonenmeisterschaft für Central Europe. Genannt haben dafür 220 Teilnehmer aus 11 Nationen, das Feld reicht vom historischen Steyr-Puch bis zum Nova Proto NP01 HondaTurbo. Das Training beginnt Samstagmittag mit zwei Durchgängen, einen weiteren gibt es am Sonntagvormittag. Danach fallen die Entscheidungen in zwei Rennläufen. Erstmals wird es von St. Agatha einen professionellen Livestream geben.

Und bitte denkt daran, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde: Nach Mickhausen ist Schluss mit Livegenuss bis Ende April 2027. Da wäre es doch gut, die Tanks zuvor nochmals aufzufüllen. Dazu laden wir euch herzlich ein, wir freuen uns auf euch!

Uli Kohl, 22.09.2026

Dort treffen sie auf rund 220 weitere Sportkameraden. Das ergibt die stolze Summe von 271 Nennungen. Damit haben die Organisatoren vom Verein pro Bergrennen Oberhallau ein rekordverdächtiges Ergebnis erzielt, das für ihre Top-Arbeit in den vorangegangen Jahren spricht. Und natürlich für eine starke Schweizer Szene der Gipfelsprinter, die sich auf stabile sportliche und vor allem technische Regularien stützen kann. Was auch beinhaltet, dass für jeden Teilnehmer die passende Klasse zur Verfügung steht. In der Bandbreite von historisch bis ultramodern. 2026 zählt Oberhallau erstmals auch zur Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft (DBM). Im Sinne fairer Wettbewerbe haben die Oberhallauer die Palette ihrer Klassen für den NSU-Bergpokal, den KW Berg-Cup und die DBM nochmals aufgestockt. Auch das zeichnet sie als perfekte Gastgeber aus – danke dafür!

Das Event (28.-30.08.) ist in der Nähe von Schaffhausen zu finden. Die 3-Kilometer-Strecke mitten im Klettgau ist wunderschön in die umliegenden Weinberge eingefügt. Gestartet wird direkt am Ortsausgang. Voll beschleunigend geht es zum Reservoir, der ersten wichtigen Schlüsselstelle. Dann gilt es, das Geschlängel vor der Tarzan, der bekannten Linkskehre, flüssig zu meistern. Ein fast gerades Stück schließt sich an, das allerdings eine schnelle Kombination beinhaltet. Eng rechtsherum lautet die Herausforderung der Brotlaube. Von dieser aus geht es hoch zum Hinteren Berghof, zur letzten ganz großen Aufgabe. Die lautet: Den Bremspunkt und das Tempo finden für den zumachenden Linksknick, an dessen Ende spitz nach links hinten abgebogen werden muss. Danach heißt es Vollgas zum Ziel. Das hört sich alles interessant an? Ja, ist es auch. Und das Tolle dabei: Die Piste glänzt mit spitzenmäßiger Einsicht. Es gibt keine Position, von der aus nicht mindestens zwei Autos gleichzeitig zu sehen sind. Wer sich die Mühe macht, lange genug zu suchen, kann das bis auf vier zu beobachtende Renner ausbauen. Im großzügige Zuschauerbereich oberhalb der Tarzankurve kommt man, nicht zuletzt dank der schnellen Startfolge, sicher in den Genuss von zwei bis drei Rennern gleichzeitig.

Stark wie nie zuvor in der Schweiz ist in der Reisegruppe Berg-Cup e.V. der NSU-Bergpokal mit acht Heckmotorrennern. Herausragend besetzt präsentiert sich auch die Klassik bis 1400 Kubikzentimeter mit ihren zwölf Fahrzeugen. In der Abteilung Performancefactor ist die 5c mit sechs Autos die zahlenmäßig stärkste Fraktion. Aus beiden KW Berg-Cup- und DBM-Divisionen sind die momentanen Podiumsanwärter alle mit von der Partie, aus dem NSU-Bergpokal fehlt von den Top-Fünf lediglich das Team auf Rang zwei. Drei Läufe sind samstags und sonntags geplant. Der NSU-Bergpokal und der KW Berg-Cup sind in der ersten Startgruppe eingegliedert, die jeweils um 07:30 Uhr loslegt. Am Renntag gehören traditionell ein Gottesdienst und das Seifenkistenrennen der Dorfjugend mit zum Programm.

Oberhallau ist für den NSU-Bergpokal und den KW Berg-Cup die zehnte Station der Saison 2026. Danach gibt es nur mehr bei den Events in Eichenbühl, St. Agatha und Mickhausen die Chance, Feintuning am Punktekonto zu betreiben. Das heißt auch, dass es nach dem Trip in die Schweiz nur mehr drei Möglichkeiten gibt, um in erster Reihe live vor Ort mitfiebern zu können, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde. Davon solltet ihr euch so gut wie keine entgehen lassen. Wir freuen uns auf euren Besuch und zählen auf eure Unterstützung.

Uli Kohl, 25.08.2026  

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