Eines war von Anfang an klar: Große Verzögerungen und Unterbrechungen kann sich das Automobil Bergrennen Oberhallau 2026 nicht leisten. Denn über 250 zum Training zugelassene Fahrzeuge sind ganz einfach eine riesige Herausforderung. Dessen voll bewusst wurde der Start sowohl am Trainingssamstag als auch am Rennsonntag auf 07:30 Uhr festgelegt. Dagegen legte allerdings Petrus Protest ein. Bereits am Freitagvormittag schickte er Starkregen, verbunden mit heftigem Wind, dem nicht alle Zelte und Pavillons gewachsen waren. An vielen Standplätzen wurden zunächst Besen und Wasserschieber zum gefragtesten Werkzeug.

Als Spätfolge der Niederschläge lag am Samstagmorgen dichter Nebel über der 3-Kilometer-Strecke, was eine Startverschiebung bedingte. Trotzdem gelang es den Verantwortlichen des Vereins Pro Bergrennen Oberhallau, alle drei geplanten Probeläufe durchzuziehen. Mit der Zeit hielten Sonnenschein und – besonders sonntags – hohe Temperaturen Einzug. Der Race-Day, an dem es im Vergleich zum Training mehr und auch länger währende Vorfälle und Unterbrechungen gab, begann um 07:25 Uhr. Was nichts daran zu ändern vermochte, das Jury und Organisationskomitee am Nachmittag die Reißleine zogen und entschieden, den dritten Wertungslauf abzusagen. Womit an Stelle von „die besten zwei aus drei“ beide durchgeführten Rennläufe zur Wertung herangezogen wurden. Was dabei heraus kam, das wollen wir uns nun für den NSU-Bergpokal und die KW Berg-Cup Klassen miteinander anschauen.
Zuerst erklimmen wir den von Weinreben malerisch eingebetteten Oberhallauer Berg luftgekühlt, verlassen uns auf Heckmotor und Hinterradantrieb. Jannik Hofmann ist hier einmal mehr die Messlatte, kontrolliert das Tempo und gewinnt souverän. Enger, viel enger geht es im Verfolgerfeld zu. In dem sich Thomas Krystofiak mit seiner 1200C-Version, gerne auch Reiselimousine oder Langschnauzer genannt, als sicherer Zweiter etabliert. Zum Trainingsende und im ersten Race-Heat beansprucht Christian Hindmarsh in seinem erst zweiten Saisonrennen Rang drei für sich. In der zweiten Auffahrt unterläuft ihm ein Kunstfehler, der ihn – mangels Lauf drei – auf Finalplatz fünf zurückwirft. Walter Voigt übernimmt Endposition drei. Und auch Uwe Schindler schlüpft noch an Christian vorbei, beendet sein Oberhallau Wochenende als Vierter. Bester Klassiker ist in Oberhallau Walter Voigt vor Klaus Betten.
Fahren wir jetzt ein Stück bei der KW Berg-Cup Division Klassik mit. Sprinten mit ihnen zum Reservoir, schlängeln uns zur Tarzan, spurten weiter zur Brotlaube und biegen dann in den Hinteren Berghöfen links ab Richtung Ziel. Der Beginn ist Sache der 1400er, die mit elf Autos stark vertreten sind. Die Positionen vier bis eins des Rennens entsprechen dem Trainingsergebnis. Eine Veränderung gibt es nur auf Platz fünf. Den bezieht Colin Lohmann mit seinem VW Selfmade Polo 16V 1300. Nach den Probeheats war auf diesem Rang noch Jasmin Merkert zu finden, die sich mit ihrem VW Schneider Polo 8V wegen Motorproblemen leider für das Rennen abmelden muss.
Die Podiumsbesetzung bilden Sieger Tobias Mayer im VW Minichberger Scirocco 16V, flankiert von Ronnie Bucher (VW Schneider Corrado 16V) als Zweitem und Thomas Kohler mit seinem Fiat X1/9 auf Rang drei. Damit hier nicht der Eindruck entsteht, es wäre langweilig gewesen: Nach Rennlauf eins lagen die Plätze drei bis sechs innerhalb von 2,507 Sekunden. Auf Klassenrang sieben ist Youngster Luca Fuchs im VW Schneider Polo erstmals 1,4-Liter KW 8V-Trophy Gewinner.
Bange Momente gab es um René Christall. Er kam ausgangs Reservoir mit seinem Simca Rallye 2 von der Strecke ab und landete in einem Feld. Renés Bergung dauerte, da er sich beim Unfall Verletzungen an beiden Beinen zugezogen hatte und der Simca im Frontbereich stark verformt war. Wir wünschen ihm einen guten Verlauf seiner Wiederherstellung. Dass er eine Rückkehr auf die Rennstrecke plant, hat er schon öffentlich bekannt gegeben. Drücken wir ihm die Daumen dazu!
Die 1,6-Liter-Abteilung zeigt sich klar sortiert. Die Nummer eins ist im Opel Spiess Corsa A Tobias Auchter. Er gewinnt klar vor Robert Maslonka im aufgeladenen VW Polo 86C G60 und Ronny Hering im 8-Ventiler VW Scirocco 1, der komplett nach den Regeln der früheren Gruppe 2 aufgebaut ist.
Jetzt rufen wir die Klasse bis 2000 Kubikzentimeter auf. In dieser ist Bernd Ehrle der Favorit. Mit seinem Opel Minichberger C Kadett Coupé wird er dieser Rolle vollauf gerecht, setzt sich in Training und Rennen klar durch.
Mehr Spannung verspricht beim Studium der Übungszeiten der Fight um Platz zwei. Denn Marvin Ruwe und Werner Weiss liegen relativ eng zusammen. Doch aus dem Duell wird leider nichts. Der ansonsten so zuverlässige VW Minichberger Golf 1 GTI 16V quittiert in beiden Race-Heats noch vor dem Reservoir den Dienst. Geht einfach aus und lässt sich nicht mehr starten. Damit ist Werner Weiss (Ford Escort RS 1800) alleine klarer Zweiter. Johann Hatezic pilotiert den Opel Ascona B Frank auf Podestplatz drei, gewinnt zusätzlich die 2-Liter KW 8V-Tropphy Wertung. Vierter wird mit seinem Kadett C City Gaststarter Mario Laufer.
Hubraum und Anzahl der Ventile sowie Zylinder sind offensichtlich mit die Kriterien, nach denen sich die Autos bis 3000 Kubikzentimeter sortieren. Marcel Gapp ist hier der Spitzenreiter.
Der Motor seines BMW M3 E36 verfügt über 2990 ccm, 24 Ventile und sechs Zylinder. Für Platz zwei bedarf es eines 16V-Triebwerks mit 2499 Kubik aus vier Zylindern. Installiert in das Opel Kadett C Coupé von Thomas Claus.
Im Renner von Roland Christall (Opel Kadett C Limousine Frank) gibt es sogar einen Kubikzentimeter mehr, also 2500. Auch vier Zylinder sind vorhanden. Beim Zählen der Ventile kommen wir auf acht. Somit kennt ihr jetzt alle Klassenplatzierungen inklusive des KW 8V-Trophy Resultates.
Über 3 Liter führt Marc Längerer erstmals in dieser Saison seinen VW Weißdorn Scirocco GTI Turbo zu einem KW Berg-Cup Rennen aus. Leider ist er in die Rolle eines Alleinunterhalters ohne Mitspieler gedrängt, heftet Poleposition und Rennsieg an seine Fahnen.
Hubraum sowie die Anzahl von Zylindern und Ventilen rücken von jetzt an in den Hintergrund. Will heißen: Wir kümmern uns jetzt um die Division Performancefactor, steigen hier mit der 5c ein. Das spätere Podium kristallisiert sich früh heraus. Die Beteiligten heißen Fabian Brügge (BMW E36 325i), Helmut Knoblich im Citroen C2 und Marc Schmitz im Family-Opel-Astra GSI 16V). In der aufgeführten Reihenfolge laufen sie auf den Plätzen eins bis drei ein. Die Ränge vier und fünf gehen an Rookie Marco Wöhr im Opel Astra F GSI 16V und Klaus Rothdauscher mit seinem Citroen C2, der vor dem Umbau auf Berg durch ART ein Rallyeauto der Kategorie R2 Max war.
Leicht zu überblicken ist die 5b. Auf dem Klassen-Thron hat sich Youngster Moritz Minichbeger mit seinem Honda Civic Type R festgesetzt, als Kronprinz agiert Alexander Thrun im Renault Clio 2 Cup. Den erweiterten Hofstaat bildet ex-Motorrad-Racer Roman Ahke mit seinem Opel Corsa B GSI 16V.
Die 5a sieht die Auseinandersetzung zweier ex-Cup Renault Clio. Wobei das jüngere Auto, der Clio 4 mit seinem 1,6-Liter-Turbomotor, sich gegen den 2000-ccm-Sauger im Clio 3 durchsetzt. Youngster Leopold Gast steuert des Gewinnerfahrzeug, siegt vor Routinier Thomas Flik.
Als Opel-Trio zeigt sich die 4b. Trumpf-Ass und Sieger ist hier Jens Weber im Kadett C Coupé 16V vor Stefan Schäfer mit seiner Kadett C Limousine, mit der er zugleich 4b KW 8V-Trophy Sieger ist. Rang drei sichert sich im Kadett C Coupé Josef Faber.
Achtung, Hochspannung! Wo? Im Duell zwischen Andy Heindrichs (Opel Wiebe Corsa 16V) und Ralph Paulick mit seinem VW Golf 1 Minichberger natürlich. Das Training sieht Andy um 1,173 Sekunden im Vorteil. Im ersten Race-Heat dampft Ralph den Abstand bis auf 125 Tausendstelsekunden ein. Mangels drittem Lauf entscheidet der zweite. Schlussendlich sichert sich Andy Heindrichs ganze 2,153 Sekunden vor Ralph Paulick Platz eins. Die Ränge drei und vier gehören 8-Ventilern in der Reihung Karl-Heinz Schlachter im BMW 2002tii Alpina und Werner Walser mit seiner Opel Kadett C Limousine.
Einer vorneweg, gefolgt von zwei Kampfgruppen. So die Einleitung zur 3b. Derjenige vorneweg ist Daniel Winkler im Audi RS3 TCR. Dahinter beharken sich zwei Subaru Impreza WRX STI. Die Piloten dazu heißen Christian Foquet und Pascal Ehrmann. Nach dem ersten 3-Kilometer-Sprint liegt Christian 0,808 Sekunden vor Pascal. Im zweiten Run kann Christian den Abstand auf 2,089 Sekunden ausbauen. Damit sind Rang zwei und drei geklärt. Verfolgergruppe zwei bilden zwei total unterschiedliche Autos. Wir stellen vor: Den ex-TCR Seat Leon Mk 3, der aktuell mit einem 2-Liter-16V-Saugmotor bestückt ist, gefahren von Marcus Hagmann.
Und dazu den BMW M140i, ausgerüstet mit einem 3-Liter-Sechszylinder-Turbo-Treibsatz, der knapp 500 PS und mindestens ebenso viele Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. Handicap des Weiß-blauen ist sein Gewicht von etwa 1,5 Tonnen. Womit er gut 600 Kilogramm mehr mit sich herumschleppen muss als der Seat. Aber bevor wir jetzt eventuell zu tief in den Bereich Technik abdriften, hier das Ergebnis: Platz vier für Marcus Hagmann im Seat und Rang fünf für BMW-Pilot Daniel Müller.
Zum dritten Mal nach Schotten und Hauenstein bereichert Rainer Noller mit seinem Porsche 991.1 GT3 Cup ein Bergrennfeld. In der 2b teilt er das Schicksal von Marc Längerer, ist alleine unterwegs. Was den Top-Rallyefahrer keineswegs davon abhält, beeindruckende Zeiten auf das Oberhallau-Asphaltband zu legen.
In der 2a ist der frisch vermählte Holger Hovemann mit seinem Lamborghini Huracan ST Evo 1.5 nicht zu schlagen. Final gewinnt er etwas über 6 Sekunden vor Michael Weber, der im Audi 80 Quattro Turbo mit hervorragenden Zeiten im Startsektor eins aufwartet. Respekt davor und vor seiner superlangen Anreise aus Geestland, die je nach gewählter Route mindestens 850 Kilometer beträgt.
Damit seid ihr nun mit den aktuellen Resultaten aus Oberhallau versorgt, liebe NSU Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde. Das Finale ist in unseren beiden Serien eröffnet. Ab Eichenbühl (11.-13.09.) werden wir uns auch mit den Ständen in den Klassen-, Gesamt- und Sonderwertungen befassen. Damit wir gut informiert nach St. Agatha (25.-27.09.) und am darauffolgenden Wochenende (02.-04.10.) nach Mickhausen reisen können. Bitte streicht euch – falls nicht ohnehin schon erledigt – all diese Termine im Kalender ganz dick rot an. Danke dafür!
Uli Kohl, 03.09.2026
Dort treffen sie auf rund 220 weitere Sportkameraden. Das ergibt die stolze Summe von 271 Nennungen. Damit haben die Organisatoren vom Verein pro Bergrennen Oberhallau ein rekordverdächtiges Ergebnis erzielt, das für ihre Top-Arbeit in den vorangegangen Jahren spricht. Und natürlich für eine starke Schweizer Szene der Gipfelsprinter, die sich auf stabile sportliche und vor allem technische Regularien stützen kann. Was auch beinhaltet, dass für jeden Teilnehmer die passende Klasse zur Verfügung steht. In der Bandbreite von historisch bis ultramodern. 2026 zählt Oberhallau erstmals auch zur Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft (DBM). Im Sinne fairer Wettbewerbe haben die Oberhallauer die Palette ihrer Klassen für den NSU-Bergpokal, den KW Berg-Cup und die DBM nochmals aufgestockt. Auch das zeichnet sie als perfekte Gastgeber aus – danke dafür!
Das Event (28.-30.08.) ist in der Nähe von Schaffhausen zu finden. Die 3-Kilometer-Strecke mitten im Klettgau ist wunderschön in die umliegenden Weinberge eingefügt. Gestartet wird direkt am Ortsausgang. Voll beschleunigend geht es zum Reservoir, der ersten wichtigen Schlüsselstelle. Dann gilt es, das Geschlängel vor der Tarzan, der bekannten Linkskehre, flüssig zu meistern. Ein fast gerades Stück schließt sich an, das allerdings eine schnelle Kombination beinhaltet. Eng rechtsherum lautet die Herausforderung der Brotlaube. Von dieser aus geht es hoch zum Hinteren Berghof, zur letzten ganz großen Aufgabe. Die lautet: Den Bremspunkt und das Tempo finden für den zumachenden Linksknick, an dessen Ende spitz nach links hinten abgebogen werden muss. Danach heißt es Vollgas zum Ziel. Das hört sich alles interessant an? Ja, ist es auch. Und das Tolle dabei: Die Piste glänzt mit spitzenmäßiger Einsicht. Es gibt keine Position, von der aus nicht mindestens zwei Autos gleichzeitig zu sehen sind. Wer sich die Mühe macht, lange genug zu suchen, kann das bis auf vier zu beobachtende Renner ausbauen. Im großzügige Zuschauerbereich oberhalb der Tarzankurve kommt man, nicht zuletzt dank der schnellen Startfolge, sicher in den Genuss von zwei bis drei Rennern gleichzeitig.
Stark wie nie zuvor in der Schweiz ist in der Reisegruppe Berg-Cup e.V. der NSU-Bergpokal mit acht Heckmotorrennern. Herausragend besetzt präsentiert sich auch die Klassik bis 1400 Kubikzentimeter mit ihren zwölf Fahrzeugen. In der Abteilung Performancefactor ist die 5c mit sechs Autos die zahlenmäßig stärkste Fraktion. Aus beiden KW Berg-Cup- und DBM-Divisionen sind die momentanen Podiumsanwärter alle mit von der Partie, aus dem NSU-Bergpokal fehlt von den Top-Fünf lediglich das Team auf Rang zwei. Drei Läufe sind samstags und sonntags geplant. Der NSU-Bergpokal und der KW Berg-Cup sind in der ersten Startgruppe eingegliedert, die jeweils um 07:30 Uhr loslegt. Am Renntag gehören traditionell ein Gottesdienst und das Seifenkistenrennen der Dorfjugend mit zum Programm.
Oberhallau ist für den NSU-Bergpokal und den KW Berg-Cup die zehnte Station der Saison 2026. Danach gibt es nur mehr bei den Events in Eichenbühl, St. Agatha und Mickhausen die Chance, Feintuning am Punktekonto zu betreiben. Das heißt auch, dass es nach dem Trip in die Schweiz nur mehr drei Möglichkeiten gibt, um in erster Reihe live vor Ort mitfiebern zu können, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde. Davon solltet ihr euch so gut wie keine entgehen lassen. Wir freuen uns auf euren Besuch und zählen auf eure Unterstützung.
Uli Kohl, 25.08.2026
Die Überschrift zu den Ereignissen beim „58. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen“ lässt sich am besten anhand der in die Borgloher Schweiz vergebenen Prädikate FIA European Historic Hill Climb Championship (EHHCC), Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft (DBM), Belgische Berg-Meisterschaft, KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal erklären. Und fortsetzen mit 112 auf Bestzeiten rennenden Aktiven aus zwölf Nationen. Zu denen sich weitere 25 Teilnehmer der Osnabrücker Erfindung E-Mobil Berg-Cup gesellten, der im GLP-Modus 2, also gemäß fest vorgegebener Sollfahrzeiten, ausgetragen wurde. Ein Auto davon, der brandneue Opel Mokka GSE Rally, wurde übrigens vom derzeit Dritten der Junior European Rally Championship, dem Saarländer Timo Schulz, pilotiert. Das nicht übergroße Rennfeld glänzte mit Qualität. Und eben mit Internationalität. Gelungene Beigaben wie Welcome-Abend, Pressekonferenz, professioneller Livestream, gigantischer VIP-Bereich plus umfassendes Show- und Rahmenprogramm rundeten das Motto „Cars & Fun“ passend ab. Wahre Scharen von Zuschauern honorierten die Vorarbeit der Mannschaft des MSC Osnabrück. Gemäß verschiedener Quellen sollen es über das Wochenende (07.-09.08.) rekordverdächtige knapp 40.000 gewesen sein. Beide Tage starteten programmgemäß um 8 Uhr, am Samstag gingen vier Trainingsläufe plus ein kleiner, freiwilliger Bonus über die 2,030-Kilometer-Strecke. Am folgenden Rennsonntag blieb es bei drei Auffahrten, von denen die schnellsten zwei in die Wertung eingingen. Der Verzicht auf Rennlauf vier bescherte ein angenehm frühes Rennende. Um 16:22 Uhr sprudelte die Gesamtergebnisliste aus dem Drucker. An die letzte Rückführung schloss sich die im VIP-Zelt durchgeführte Siegerehrung an. Zu erwähnen ist noch das Wetter. Das sich stets trocken mit Temperaturen zwischen angenehm und richtig heiß präsentierte. Und somit Intermediates und Regenreifen in die Transporter verbannte.
Genug der Vorreden, nun wollen wir endlich Rennen fahren! Also stellen wir für den NSU-Bergpokal die Ampel auf Grün. Das Training endet mit zwei ersten Rängen. Denn Jannik Hofmann und Jörg Höber setzen in 01:11,346 eine gemeinsame Bestzeit. Wobei Jörg den Uphöfener Berg viermal komplett erklimmen kann und Jannik nur dreimal. Ein Problem in der Kraftübertragung zieht Jannik im letzten Probe-Heat aus dem Verkehr. Zu Rennbeginn ist Jannik dann 1,153 Sekunden eher oben als Jörg. Dritter ist Christian Hindmarsh bei seinem ersten Gipfelsprint des Jahres. Ihm auf den Fersen sind Thomas Krystofiak und Andreas Kuhnert. Der zweite Run findet ohne Jannik Hofmann statt. Der gerissene Gaszug muss im Express-Tempo erneuert werden. Das gelingt nicht in der geforderten Zeit. Jörg Höber liegt zu diesem Zeitpunkt klar in Führung. Vor Christian Hindmarsh, dem Thomas Krystofiak bedrohlich nahe gerückt ist. Im Klartext sprechen wir hier über 0,249 Sekunden. Noch weiß niemand, dass der dritte Lauf das Finale ist. Jannik Hofmann ist nun wieder mit von der Partie. Jörg Höber lässt sich dadurch nicht beeinflussen, fährt wieder eine tiefe 1:11er Zeit. Aber über dem Auto von Jannik kreist noch immer die Defekthexe, sorgt für massive Schaltprobleme. Im Vergleich zum ersten Run kosten die über vier Sekunden und den möglichen Sieg. Immerhin rettet Jannik Platz zwei hinter Gewinner Jörg Höber. Den dritten Podiumsplatz schnappt sich Thomas Krystofiak im 1200C-Modell. Der schon in Auffahrt zwei zu langsamerer Gangart gezwungene Christian Hindmarsh muss auf Heat drei ganz verzichten. Er wird Vierter, Andreas Kuhnert Fünfter. Position eins der Klassik-Wertung sichert sich Jörg Höber. Mit ihm steigen Walter Voigt als Zweiter und Wolfgang Weigert als Dritter aufs Sonderwertungspodest. Klassikrang vier ist die Angelegenheit von Roman Szott.
Bleiben wir doch gleich klassisch, liebe Bergrennsportfreunde, sehen wir uns in den Hubraumabteilungen der vor 2000 vom Band gelaufenen Renner um. Unsere Tour beginnen wir mit den 1150ern.
Alle vier hier Eingeschriebenen haben für Osnabrück genannt. Doch die Defekthexe minimiert das Feld um Bernd Deutsch auf besonders fiese Art und Weise früh. Schon auf der Anfahrt zu „Cars & Fun“ befällt sie das als Zugauto dienende Wohnmobil, macht die Weiterfahrt unmöglich. Also bleiben drei. Die sortieren sich wie folgt: Tobias Stegmann agiert im Schneider Audi 50 souverän an der Spitze, gefolgt von Rolf Rauch (Fiat 128 Rally) und Jennifer Kaufel-Meier im Fiat Abarth 1000 OT. Da allesamt mit 8-Ventil-Motoren ausgestattet sind erübrigt sich eine gesonderte Betrachtung der KW 8V-Trophy.
Einmal mehr stellen die 1,4-Liter mit zwölf Autos die stärkste Klasse. Ganz vorne lässt Tobias Mayer im VW Minichberger Scirocco 16V zu keiner Zeit Zweifel an seinen Sieg-Ambitionen aufkommen, glänzt mit Top-Zeiten und gewinnt am Ende unangefochten. Im Verlauf des Trainings verbessert sich Philipp Plein von 1:13,305 bis auf 1:08,213. Damit ist er im VW Polo 8V Zweiter vor Markus Hülsmann (VW Golf 1 16V). Die genannten Top-Drei haben die ganze Veranstaltung über Bestand. Dabei ist es anfangs richtig eng. Die Positionen drei bis sieben liegen in einem schmalen Fenster von 0,708 Sekunden zusammen. Das umfasst Fabian Gerker (VW Golf 1), Frank Lohmann (VW Polo), Jörg Davidovic (NSU TT 16V) und Simon Markert im VW Schneider Polo.
Am Rennende sind die Positionen etwas umgestaltet. Jörg Davidovic ist auf die Vier nach vorne gesprintet, Frank Lohmann agiert als stabiler Fünfter. Fabian Gerker rutscht in diesem Spiel um Hundertstelsekunden auf Schlussrang sechs zurück, Simon Markert bleibt Siebter. Das 1400er KW 8V-Trophy Podium besteht aus Gewinner Philipp Plein, Frank Lohmann und Fabian Gerker. Die Ehrenplätze vier und fünf der Sonderwertung mit den roten Startnummern gehen an Simon Markert und Leon Berchem mit seinem Citroen AX GTI. Mitfavorit Nils Abb, der Klassenvierte des Trainings, ist leider bei der Vergabe der Pokale schon ab Run eins nicht mehr dabei. In der ersten Links, die auf die Startgerade folgt, schlägt er wegen eines Bremsversagens mit seinem VW Schneider Polo 8V heftig in die Reifenketten ein. Nils bleibt unverletzt, trägt nur leichte Blessuren an Schulter und Knie davon, die er selbst als „die üblichen Begleiterscheinungen“ bezeichnet.
1,6- und 2-Liter wetteifern am Uphöfener Berg gemeinsam. Nach Wertungslauf eins liegen Werner Weiss im Ford Escort RS 1800, Marvin Ruwe im VW Minichberger Golf 1 GTI 16V und Tobias Auchter mit seinem 1600er Opel Spiess Corsa A GSI 16-Ventiler innerhalb von nur 1,031 Sekunden zusammen. Und auch Johann Hatezic hat im Opel Frank Ascona B 1,168 Sekunden hinter Tobi Auchter keinen unaufholbaren Rückstand. Und tatsächlich sprintet Johann im dritten Run auf Position drei nach vorne, überholt Tobias Auchter um 164 Tausendstelsekunden. Zugleich sichert er sich die 2-Liter KW 8V-Trophy Krone vor Sven de West mit seinem Opel Kadett C Coupé.
Auch aus den Klassen bis und über 3000 Kubikzentimeter muss eine Einheit gebildet werden. „Speedmaster“ aus der Schweiz hat hier in seinem Ford Escort Cosworth MB dank Turbopower und Allradtechnik alle technischen Trümpfe in der Hand, die er gekonnt zum Sieg ausspielt. Hinter ihm platziert sich Thomas Claus im 2,5-Liter Opel Kadett C Coupé 16V als Zweiter, André Bunte fährt seinen Sechszylinder BMW E30 auf Schlussrang drei. Im letzten Trainingslauf kommt Frank Bamberg in Kontakt mit den Reifenketten, muss sich danach mit seinem BMW E36 M4 R Coupé leider vom Wettbewerb abmelden.
Damit fliegender Wechsel in die Abteilung Performancefactor. Ein BMW-Cup-Trio (alle E36 325i) hat die Podiumsplätze fest im Griff. Allen voran Fabian Brügge, dem allerdings der amtierende Deutsche Berg-Meister Nick Mai im Training bis auf 0,185 Sekunden näher kommt. Fabian reagiert in Race-Heat eins mit einer supertiefen 1:08er Zeit, nimmt Nick 1,925 Sekunden ab. Der kontert in Run zwei, ist knapp flotter oben als Fabian, der allerdings die Führung klar behält. Damit sind die Top-Plätze vergeben. Dritter im BMW-Bunde ist Florian Wissing, der mit seinem neuen Fahrzeug immer besser vertraut wird. Die schnellsten Frontantriebspiloten sind Jürgen Fechter im Ford Fiesta ST als Vierter und Ralf Fladung mit seinem Peugeot 206 RC auf Rang fünf.
Gemeinsame Sache machen in Osnabrück auch die 5b und 5a. Zwei KW Berg-Cup Aktive gegen je einen Gast aus Belgien und Frankreich lautet hier die Besetzung. Im engen Fight um den Sieg kann sich Leopold Gast mit seinem Renault Clio 4 Cup um 1,058 Sekunden gegen Romain Fontanelle (Peugeot 205 Rallye) durchsetzen. Leider kann Leo seinen dritten Heat nicht nach oben bringen, eine Kollision mit Reifenketten stoppt ihn. Dritter wird Jean Francois Lepot (Peugeot 205), Vierter Roman Ahke mit seinem Opel Corsa B GSI.
Der 4b-Sieger kommt aus Belgien, führt dort die Tourenwagenwertung an. Die Rede ist von Christophe le Nouvel. Mit seinem Citroen AX GTI sprintet er knapp vor Jens Weber (Opel Kadett C 16V) her, ist trotz aller Bemühungen nicht ganz einzuholen. Auch nicht von Maximilian Gast, der seinen VW Golf Turbo auf Platz drei fährt.

Spannend präsentiert sich die 3b. Rene Frank setzt im Schnitzer BMW M3 E30 DTM die Trainings-Benchmark, vor Daniel Winkler (Audi RS 3 TCR) und Christian Fouquet im Subaru Impreza WRX STI. Rennlauf eins ändert das Bild. Leader ist nun Daniel Winkler, 0,908 Sekunden vor Rene Frank, in dessen Rückspiegeln bereits der WTCC BMW des Schweizers Manuel Santonastaso formatfüllend auftaucht. Der Eilgenosse schüttelt plötzlich 1:04er Zeiten aus dem Ärmel, zieht zuerst an Rene Frank und im Finale auch an Daniel Winkler vorbei zum Klassengewinn vor Daniel Winkler und Rene Frank. Christian Fouquet beendet sein Osnabrück Wochenende als Vierter, als Fünfter läuft Günter Miethke (VW Scirocco R-Cup) vor Karl-Heinz Müller im BMW M140i ein.
Die 2a-Speisekarte bietet einen Audi 80 Quattro Turbo im Lamborghini-Sandwich an. Michael Weber ist der Audi-Mann in der Mitte. Oben, also vor ihm, liegt im Huracan Super Trofeo Martin Jerman, der sich im V10-Sauger-Supersportwagen lediglich 4,759 Sekunden vor Michael Weber platzieren kann. Die untere Sandwichhälfte bildet mit deutlichem Rückstand der von Zdenek Kminek gesteuerte Gallardo GT3.
Der schnellste Tourenwagenpilot am Uphöfener Berg kommt aus der Tschechischen Republik. Das ist Dan Michl im Lotus Elise V8. Divisionsrang zwei sichert sich im Ford Escort Cosworth MB „Speedmaster“ aus der Schweiz. Auch mit den Positionen drei und vier bleiben wir im Land der Eilgenossen. Die Reihung lautet Sergio Kuhn im Peugeot 308 TCR vor Manuel Santonastaso mit seinem BMW WTCC. Als Fünfter ist Daniel Winkler im Audi RS3 TCR der erfolgreichste deutsche Tourenwagenpilot.
Nun gilt es bis Oberhallau, wo es ein absolut volles Haus geben wird, zu warten. Hoffentlich entstehen bis Ende August keine allzu argen Entzugserscheinungen. Aber selbst wenn das so sein sollte, Eichenbühl, St. Agatha und Mickhausen bieten weitere Top-Möglichkeiten, den Gänsehautmomente-Pegel noch vor dem Winter wieder auf ein genügend hohes Level zu steigern. Ihr macht doch dabei alle mit, liebe KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal Fans und Freunde? Hab ich da laut „ja“ gehört? Das ist total cool, danke dafür!
Uli Kohl, 13.08.2026

Mit der neunten Station der NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Tournee begeben wir uns an den nördlichsten Punkt der 38. Saison. Nach dem Auftritt in der Borgloher Schweiz stehen nur mehr vier Events im Terminkalender. Der fürs Rennen genutzte „Uphöfener Berg“ liegt etwa zehn Kilometer südlich von Osnabrück. Die Strecke selbst misst 2030 Meter. Der Beginn mit seiner langen Startgeraden ist superschnell. Ihr Ende bietet die erste, große Herausforderung für die Pilotinnen und Piloten. Denn es gilt aus Höchstgeschwindigkeit heraus den spätestmöglichen Bremspunkt exakt zu treffen. Hat das geklappt, und ist die erste scharfe Linkskurve genommen, dann wird es technisch richtig anspruchsvoll. Das S, die Maisfeldkurve und die zum Ziel führende, kniffelige Waldpassage sind weitere Herausforderungen für die Aktiven in den Cockpits.
Stichwort Cockpits: Über 140 Fahrerinnen und Fahrer aus mehr als 15 Nationen haben ihre Nennung für den großen Gipfelsprint-Event abgegeben, der unter dem Motto „Cars & Fun“ steht. Was im Klartext heißt, dass es reichlich Action und Angebote nicht nur auf, sondern auch neben der Strecke geben wird. Wenn wir das Feld genauer betrachten, stellen wir fest, dass 25 Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge nach den Regeln einer Gleichmäßigkeitsprüfung unterwegs sein werden. Das ergibt knapp 125 Racer, die auf die Jagd nach Bestzeiten gehen. Davon gehören 75 zur Division 1 der Tourenwagen. Hier steuern NSU-Bergpokal (8) und KW Berg-Cup 46 Starter bei. Zusätzlich zu den gerade genannten Serien sind vom 07. bis zum 09. August beim „58. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen“ auch die Deutsche und die Belgische Berg-Meisterschaft mit von der Partie. Erstmals ist es den Organisatoren vom MSC Osnabrück auch gelungen, das Prädikat „FIA European Historic Hill Climb Championship“ (EHHCC) zu erhalten. Das heißt, wir dürfen uns auf 15 Fahrzeuge, vom Tourenwagen bis hin zu Sportwagen- und Formelrennern freuen, die allesamt Motorsportgeschichte geschrieben haben. Dazu passt es ausgezeichnet, dass der NSU-Bergpokal dieses Jahr sein Fünfundzwanzigstes feiern kann. Hier hat die GUT Handels KG rund um Stefan Köppe sich dies Jubiläumsjahr etwas besoonderes für seine Gäste arrangiert: Sie können im Rahmen von „Cars & Fun“ eine Taxifahrt in einem NSU-Bergpokal-Renner gewinnen. Als Chauffeur der Zeitreise in die späten 60er und frühen 70er Jahre konnten Uwe Schindler, mit dem auffällig bemalten NSU TT, sowie Korbinian Gast gewonnen werden, der im Team mit seinem Zwillingsbruder Leopold in der Meisterschaft der luftgekühlten Heckmotorautos 2024 und 2025 den Vizetitel holen konnte.
Na, neugierig geworden, Lust aufs Live-Dabeisein bekommen? Dann hier gerne noch ein paar Fakten. Sowohl der Trainingssamstag als auch der Rennsonntag beginnen um 08:00 Uhr. Vier Läufe dienen dem Finden des passenden Setups und der besten Linie. Am Race-Day stehen ebenfalls vier Auffahrten auf dem Programm, aus denen die drei schnellsten Zeiten zum Schlussergebnis addiert werden. Wie immer führen die Rückführungen ins Fahrerlager über die Strecke, dabei sind die Fahrzeuge in langsamer Fahrt zu bewundern.
Für alle Fans, die am kommenden Wochenende nicht in die Borgloher Schweiz zum Mitfiebern kommen können, gibt es eine Home-Watching-Gelegenheit per professionellem Livestream und natürlich Livezeiten. Am schönsten ist es allerdings in der ersten Reihe direkt an der Piste.
Liveportal von Berg-Zeitnahme:
https://liveportal.berg-zeitnahme.net/
Youtube Streams:
Auf Youtube splitten sich die Streams auf Tag 1 und Tag 2 in unterschiedliche Links.
Kanal: //www.youtube.com/@osnabrueckerbergrennen">Osnabrücker Bergrennen - YouTube
Tag 1: https://youtube.com/live/qC5ReO7sLRQ
Tag 2: https://youtube.com/live/M6xT342YnzM
Folgende Übertragungszeiten sind vorgesehen:
Samstag, 8.8. – Training 8:00 Uhr – ca. 18:00 Uhr
Sonntag, 9.8. – Rennen 8:00 Uhr – bis Renn-Ende
Dorthin laden wir euch herzlich ein, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde. Wir vom Berg-Cup e.V. und der MSC Osnabrück freuen uns auf euren Besuch.
Uli Kohl, 03.08.2026
Der am letzten Wochenende (24.-26.07.) gewonnene Eindruck, dass das Hauenstein Bergrennen eine Frischzellenkur durchlaufen hat, bleibt auch nach der Betrachtung mit etwas Abstand weiterhin absolut bestehen. Von A bis Z, vom Ankommen bis zum frühen Zeitpunkt der Siegerehrung, passte einfach alles zusammen. Zusätzlich zu den Konstanten wie zum Beispiel freundlicher Empfang in Hausen, geöffnete Plätze und Garagen inklusive, punktete das 55. ADAC / MSC-Rhön Hauenstein Bergrennen mit guter Organisation, straffem Ablauf und flottem Abarbeiten von Vorfällen. Dabei blieb noch genügend Zeit für Mittagspause und nach der jeweils letzten Auffahrt – aufgeteilt in zwei Gruppen – eine Rückführung über die Strecke, bei der die Fans an die Straße durften. Der Feierabend geriet dabei nie in Gefahr, an beiden Tagen war nach je drei Bergfahrten angenehm früh Schluss. Auch wenn nicht alle Genannten den Weg nach Hausen angetreten hatten, so blieb doch ein Gesamtfeld von knapp 190 Teilnehmern abzuwickeln. Dafür, dass dies so gut gelang, gebührt dem Team des MSC Rhön und ihren Helfern ein dickes Kompliment. Mitgespielt hat bei der 55. Auflage auch Petrus. Keine Niederschläge, warme Temperaturen, leichte Schwüle, dazu Wind in Böen, die am Sonntag sogar einmal die Ziellichtschranke umpusteten. Weitere Fakten wie die schnelle 4,2-Kilometer-Strecke oder der Modus „die besten zwei aus drei Rennläufen“ wurden schon im Vorbericht erwähnt. Ich denke, wir brauchen das hier nicht zu wiederholen. Kümmern wir uns stattdessen lieber um den sportlichen Verlauf.
Der hat es absolut in sich. Das beginnt im NSU-Bergpokal bereits im Training. Die Hofmänner haben zwei luftgekühlte Renner mit an den Hauenstein gebracht. Zum einen das Hauptauto, das mit der Startnummer 710, das Junior Jannik fahren soll. Dazu noch einen zweiten TT für Papa Steffen. Zwei Läufe lang ist alles in Butter. Bestzeit für Jannik vor Steffen, gefolgt von Dieter Kohl, Uwe Schindler und Walter Voigt. Im dritten Probe-Heat aber zieht die Defekthexe die 710 aus dem Verkehr, nagt den Motor böse an, eine Overnight-Reparatur geht da nicht mehr. Als einzig praktikable Lösung bleibt, die Antriebseinheit aus dem Steffen-Zweit-TT in die 710 zu verpflanzen. Gesagt – getan. Man denkt, das geht easy, weil eh alles gleich ist. Nun, im Groben stimmt das, allerdings steckt der Teufel in den Details.
Aber am Ende gibt es wieder eine einsatzbereite 710 für Jannik und einen zerrupften Ersatzteilspender. Für Steffen gibt es nun nur noch den Job der Junioren-Betreuung. Und nebenbei den Job eines Reiseleiters, denn aus ihrer Heimat Burgebrach rollt am Renntag eine rund 50-köpfige Fangemeinde per Bus an. Was samstags noch nach Doppelsieg aussah, ist jetzt zur Solonummer geworden. Und auch deren Erfolg erscheint plötzlich fraglich. Jannik vermisst Leistung. Er führt zwar, liegt aber nur 0,297 Sekunden vor Dieter Kohl. Auch Uwe Schindler fehlen lediglich 1,325 Sekunden auf den knappen Leader. Beruhigend ist das nicht. Zumindest bis beim Grübeln zutage kommt, dass ja jeder Motor seine ureigensten Programme im Steuergerät hat. Kaum sind die entsprechend aufgespielt, steigt die Power und die Welt ist wieder in Ordnung. Zumindest für die Hofmänner und die Reisegruppe aus Burgebrach. Jannik gewinnt 4,67 Sekunden vor Dieter Kohl, Dritter wird Uwe Schindler. Die Ehrenplätze direkt neben dem Podest beziehen Walter Voigt als Vierter und Neueinsteiger Sascha Dopieralski als Fünfter. Dieter Kohl ist der beste Klassikwertungsteilnehmer, gefolgt von Walter Voigt und Sascha Dopieralski.
Von den NSU zu den Klassik-Hubraumklassen, beginnend mit den 1150ern. Drei Fiat gegen einen Audi heißt hier das Programm. Vorne dran ist ein Vertreter der Marke aus Bella Italia. Das ist der 127 Sport Martini Racing von Jürgen Heßberger. Rang zwei geht an Bernd Deutsch (Schneider Audi 50), Dritter wird Rolf Rauch mit seinem Fiat 128 Rally. Platz vier ist die Angelegenheit von Jennifer Kaufel-Meier im Fiat Abarth 1000 OT.
Dreizehn 1,4-Liter nehmen das Rennen auf. An der Spitze fährt Armin Ebenhöh den VW Minichberger Scirocco 16V zum souveränen Sieg, unterbietet dabei zweimal die 2-Minuten-Schallmauer.
Die Positionen zwei bis fünf liegen final in einem nur 3,101 Sekunden öffnenden Fenster zusammen. Dabei feiert Florian Hübel nach längerer Rennpause mit dem neu aufgebauten Schneider Audi 50 16-Ventiler als Zweiter ein grandioses Comeback. Und auch Thomas Kohler, der seinen Fiat X1/9 16V in einigen Details optimiert hat, zeigt sich als Dritter in ausgezeichneter Form. Mit im winzigen Fensterspalt sind Ronnie Bucher (VW Schneider Corrado 16V) als Vierter und Jörg Davidovic, der mit Getriebeproblemen hadert und am Samstagabend im Fahrerlager die Gangwechseleinheit seines 16V NSU TT ausbaut, um nach dem Innenleben zu schauen, als Fünfter. Auf den nächsten Klassenrängen liefern sich Jamin Markert und Frank Lohmann ein faszinierend enges Duell um den 1400er KW 8V-Trophy Sieg. Lauf eins geht mit 78 Tausendstel Vorsprung an Frank. Allerdings spielt dieser Durchgang wegen des Wertungsmodus „die besten zwei aus drei“ in der Endabrechnung keine Rolle. Allerdings motiviert dieser Minimalabstand beide dazu, bedingungslos ans Limit zu gehen. Jasmin ist im zweiten Run 24 Hundertstel eher im Ziel als Frank. Die endgültige Entscheidung erfolgt im finalen Lauf. Frank ist 0,313 Sekunden schneller. Das ist der KW 8V-Trophy Gewinn, 73 Tausendstel vor Jasmin.
So packend kann Gipfelsprint sein! Nicht nur an den Klassenspitzen, sondern auch auf den Positionen im Feld. Dritter im 8V-Ranking ist Aron Gerisch im Schneider Audi 50.
Die 1600er beziehen ihre Positionen früh. Das Tempo gibt der Schweizer Mike Bürki vor. Er gewinnt im VW MB Polo II 16V vor Tobias Auchter (Opel Spiess Corsa A GSI 16V). Rang drei ist die Angelegenheit von Robert Maslonka im VW Polo 86C G60, Vierter wird mit seinem VW Scirocco Gruppe 2 Ronny Hering.
Bernd Ehrle ist im Opel Minichberger Kadett C Coupé 16V Favorit in der Abteilung bis 2000 Kubikzentimeter. Dieser Rolle wird er voll gerecht, er gewinnt mit knapp über acht Sekunden Vorsprung vor Berg-Rückkehrer Norbert Wimmer.
Dessen BMW 2002 ist mit einem 8-Ventil-Motor bestückt, kombiniert mit einem 6-Gang Dog-Box Getriebe. Deshalb ist er in der KW 8V-Trophy nicht punkteberechtigt. Position drei in der Klasse holt sich Werner Weiss (Ford Escort RS 1800), auf Rang vier läuft Marko Weirich mit seinem VW Golf 1 STW ein. Danach folgt, angeführt von Michael Rauch im Opel Briegel Kadett, das 8-Ventiler Podium. Auf dessen zweite Stufe fährt sich Johann Hatezic im Opel Ascona B Frank, gefolgt von BMW E30-Pilot Michael Dandl.
Drei Dinge sind in der 3-Liter-Klasse besonders bemerkenswert. Erstens, dass sie von einem Turbo-Fahrzeug gewonnen wird. Das ist der VW Minichberger Golf II von Alexander Wolk. Zweitens, dass Alex gleich im ersten Lauf seinen 2025 aufgestellten Klassenstreckenrekord um exakt eine Sekunde auf 1:53,744 drückt.
Und drittens der Zweikampf um Platz zwei. Der wird zwischen Christian Auer und Marcel Gapp geführt. Nach der ersten Auffahrt ist Marcel (BMW M3 E36) 0,104 Sekunden vorne, im zweiten Race-Heat kontert Christian mit seinem BMW M3 E30, liegt als Zweiter nach 8,4 Rennkilometern 0,291 Sekunden vor Marcel. Im Final-Run baut Christian seinen Vorsprung auf den Endabstand von 0,564 Sekunden aus. Im Opel Kadett C Coupé 16V sprintet Thomas Claus auf Rang vier. Fünfter und zugleich 3-Liter KW 8V-Trophy Sieger wird Felix Bürker mit seiner nach dem Glasbach-Ausrutscher von Teampartner Roland Christall wieder picobello aufgebauten Opel Frank Kadett Limousine.
Auch bei den Rennern mit mehr als 3000 Kubik empfiehlt sich der doppelte Blick. Klar, vornedran beeindruckt „Speedmaster“ mit Top-Zeiten. Unangefochten fährt der Schweizer seinen Allrad-Turbo Ford MB Cosi auf Platz eins. Dahinter beharken sich die BMW Piloten Frank Bamberg und Julian Gmeiner (M3 E36) heftig.
Zwar kann sich Frank zu Beginn ein 1,517-Sekunden-Polster verschaffen, aber in Lauf zwei kontert Julian, kommt in der Addition bis auf 73 Tausendstel an Frank heran. Doch mit einem vehementen dritten Durchgang kann Frank mit seinem E36 M4 R Coupé den Endabstand zwischen Position zwei und drei auf 0,313 Sekunden aufstocken.
Damit Vorhang auf für die nach Performancefactor (Pf) eingeteilten Fahrzeuge. Los geht es mit deren 5c. Oder, anders ausgedrückt, mit der BMW-E36-Show. Denn sowohl zum Trainings- als auch zum Rennende stehen gleich vier Weißblaue ganz oben in den Ergebnislisten der 17 Fahrzeuge umfassenden Klasse.
Unumstrittener King of Speed ist Fabian Brügge mit seinem 325i. Der 23-Jährige dominiert beide Tage in der Rhön, gewinnt mit 4,319 Sekunden Abstand vor Local-Hero Johannes Wetzel aus Hausen. Der entpuppt sich als Phänomen. Beginnt im Training mit 2:21, startet im Rennen mit 2:19, legt aber danach in Race-Heat zwei und drei tiefe 2:10er Marken auf den Asphalt, springt so im Finale von Position sechs auf die Zwei. Gleich hinter Johannes zeigt Florian Wissing (325i) eine beeindruckende Leistung. Über alle sechs Auffahrten gesehen ist er beständig schneller geworden. Samstags in Zwei- und am Race-Day in Ein-Sekunden-Schritten. Die Garage des viertplatzierten 318iS-Piloten Alexander Reder liegt nur rund 10 Kilometer vom Startort Hausen entfernt. Bester 5c-Nicht-BMW ist Lukas Friedrich im ex-Rundstrecken Ford Fiesta auf Rang fünf. Marc Schmitz belegt im Opel Astra GSI Position sechs, Ralf Fladung steuert seinen Peugeot 206 RC auf die Sieben. Mit Hannes Menninger (BMW E36 318iS), Helmut Knoblich und Dieter Altmann (beide Citroen C2) komplettieren wir noch schnell die Top-Ten der 5c. In der Fabian Brügge den Klassenrekord von Nick Mai (BMW E36) aus 2025 um 2,992 Sekunden auf 2:07,910 herunterschraubt.
Klar sortiert zeigt sich die 5b, wir stellen die Podiumsbesetzung vor: Den Top-Platz hat sich Moritz Minichberger mit seinem Honda Civic Type R gesichert. Er wird flankiert von Alex Thrun (P2/Renault Clio RS Cup) und Roman Ahke im Opel Corsa B GSI als Drittem.
Die Kernfrage der 5a galt nicht dem Gewinner. Das dies Leopold Gast im Renault Clio 4 Cup sein würde, das kristallisiert sich schon am Samstag heraus.
Hinter Leo laufen gleich zwei Duelle. Eines um Rang zwei und drei und ein weiteres um die Ehre des klassenbesten Luxemburgers. Zweikampf eins gewinnt Joshua Korbach (BMW E36 323ti) 1,493 Sekunden vor Thomas Flik im Renault Clio 3 Cup. Und bei den Luxemburgern setzt sich Claude Soisson (Ford Escort RS 2000 Mk1) nach 8,4 gewerteten Kilometern um 0,299 Sekunden gegen Laurent Rausch im BMW E36 Coupé durch. Den letzten Run absolviert Leo Gast in 2:01,715. Damit verbessert er die Klassenbenchmark von Marco Schöbel aus 2025 um 0,795 Sekunden.
Stabile Positionen gibt es aus der 4b zu melden. Jens Weber hat hier mit seinem Opel Kadett C 16V alles sicher im Griff, gewinnt vor Michael Schumacher (VW Polo G60). Dritter im Bunde der Podestbesucher ist Stefan Schäfer mit seiner 8-Ventiler Opel Kadett C Limousine. Die Ehrenplätze vier und fünf gehen an Eric Schlegel (VW Golf 5) und den Luxemburger Thierry Jegen im Mittelmotor Renault Clio Sport V6 Trophy.
Ähnliches Bild in der 4a, allerdings erst nach Run zwei. Denn am Morgen biegt der trainingsschnellste Top-Favorit Andy Heindrichs mit seinem Opel Wiebe Corsa 16V gleich nach dem Start in der Jopp-Kurve links ab, zurück Richtung Fahrerlager. Von dort kommt alsbald Entwarnung. Nichts Ernstes, nur ein gelockerter Auspuff. Andy holt nun nach, was samstags nicht gelang: eine Zeit unter zwei Minuten. Dabei knackt er den 2025 von Ralph Paulick aufgestellten Klassenrekord gleich zweimal. Zuerst minimal, dann, im letzten Run, aber um 0,976 Sekunden. Auf 1:58,864 liegt die Messlatte nun. Achim Kreim wird im Mitsubishi Lancer Evo 8 sicherer Zweiter. Dahinter folgen zwei KW 8V-Trophy Teilnehmer. Das sind Karl-Heinz Schlachter (BMW 2002tii Alpina) und Werner Walser mit seiner Opel Kadett C Limousine.
Poleposition und Sieg in der 3b für Daniel Winkler. Mit seinem Audi RS3 TCR brennt er ein Feuerwerk ab, pulverisiert den Klassenrekord, den Lars Heisel 2025 im Böhm Kadett 16V aufgestellt hat. 1:55,024 ist der neue Bestwert, Daniels Siegervorsprung beträgt 10,04 Sekunden.
Dahinter ist es zweimal richtig eng. Zum einen zwischen Christian Fouquet mit seinem Subaru Impreza WRX STI und René Frank (Schnitzer BMW M3 E30 DTM). Die erste Auffahrt geht an René, die zweite und dritte dafür an Christian. Als Zweiter liegt er final 0,807 Sekunden vor René Frank. Auch um die Ränge vier und fünf wird hart gefightet. Dabei hat der Vorarlberger Opel Kadett C Coupé Pilot Thomas Feuerstein das bessere Ende für sich. Er kann den Seat Leon Mk3 von Marcus Hagmann um 163 Tausendstel hinter sich halten.
Die 3a steht im Zeichen von Florian Hess. Im Porsche 997 GT3 Cup gewinnt er 2,977 Sekunden vor Gino Kruhs (Cupra León Competición TCR). Womit der Saarländer einen weiteren Beweis über das Potenzial der TCR-Renner erbringt. Rang drei ist die Angelegenheit von Albert Vogt (Porsche 997 GT3). Steve Jung belegt bei seinem Ausflug in die Rhön im Seat Leon Cupra TCR Position vier, Fünfter wird Manfred Scheubeck mit seinem VW Scirocco 3 R.
Ein Festival aus Leistung, Drehmoment und Speed bieten die zusammengelegten Klassen 2b und 2a. Der Mann der Stunde ist hier der Tiroler Baumeister Stefan Hetzenauer. Sein neuer Chiptech Subaru Impreza ist eine absolute Granate. Man munkelt von über 700 PS und annähernd 1000 Newtonmetern. An seinem Sieg ist nichts zu rütteln. In der zweiten Auffahrt wird er auch zum 2a-Streckenrekordler, seine 1:47,784 entsprechen einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 140,28 km/h. Die Plätze zwei bis vier liegen innerhalb von 2,275 Sekunden zusammen. Rang zwei holt sich Rallye-Spezialist Rainer Noller im Porsche 991.1 GT3 Cup, mit dem er im April in Hockenheim den Gesamtsieg im Fastest-Lap Wettbewerb des KW Berg-Cups geholt hatte. Rainer ist zugleich der beste Teilnehmer mit einem 2b-Fahrzeug. Platz drei geht nach Vorarlberg, an Alexander Sohm mit seinem Mazda 323 Turbo. Holger Hovemann (Lamborghini Huracan ST Evo 1.5) beendet sein Rhön Wochenende auf der Vier, als Fünfter kreuzt der Luxemburger Bergmeister Michel Fernandes im Porsche 992 GT3 Cup die Ziellinie.
Die Top-Fünf der Tourenwagen Division 1 beim 55. ADAC / MSC-Rhön Hauenstein Bergrennen heißen Stefan Hetzenauer, „Speedmaster“, Rainer Noller, Alexander Sohm und Holger Hovemann.
Schon in weniger als zwei Wochen geht es für NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup in Osnabrück weiter. Dort gastiert neben der Deutschen auch die Belgische Automobil-Bergmeisterschaft, dazu die FIA Historic Hill Climb Championship. Das verspricht eine Riesen-Palette unterschiedlichster Fahrzeuge, Elektro-Mobilität inklusive. Wer Osnabrück kennt weiß, dass es gemäß seinem Motto Cars&Fun ein Family Event ist. Nach dem Race-Weekend in der Borgloher Schweiz gibt es drei Wochen Pause. Ende August beginnt der absolute Endspurt in Oberhallau, die weiteren Stationen sind Eichenbühl, St. Agatha und Mickhausen. Bitte, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans, plant eure Zeit so, dass ihr noch so oft wie möglich dabei sein könnt. Wir freuen uns auf euch!
Uli Kohl, 28.07.2026
Mehr als 200 Nennungen sind beim MSC Rhön e.V. im ADAC eingegangen. Das spricht für die Attraktivität der Veranstaltung mit ihrer 4,2-Kilometer-Strecke von Hausen hinauf zur Hochrhönstraße, die als Highspeed-Power-Piste gilt. Schon sofort nach dem Start, auf der steil noch oben führenden Anfahrt zur Jopp-Kurve, müssen die Karten in Sachen Beschleunigung aufgedeckt werden. Denn kurz vor dem Bremspunkt gibt es eine Speedmessung. Überhaupt stellt das Bergzeitnahme-Team Stoll sehr viele Daten zur Verfügung. Diese sind für die Fahrer wertvoll, weil richtig aufschlussreich, sowie für die Besucher hochinteressant und unterhaltsam. Was auch auf die aufwendige Pflege von Klassen-Streckenrekorden durch den Veranstalter zutrifft, die im Programmheft veröffentlicht sind. Und nicht nur um das Geschehen auf der Strecke kümmern sich die Rhöner, sondern dazu noch um viele Dinge rundum. So gibt es wieder ein großes Festzelt, das vom Frühstück bis zu DJ, Livemusik und als Ort der Siegerehrung vieles bietet. Abgerundet wird das Angebot durch den Barbetrieb der Ärztegruft.
Wenn wir die mehr als 200 Nennungen genauer betrachten, dann stellen wir fest, dass 55 davon im Bereich Gleichmäßigkeitsprüfung angesiedelt sind. Das ergibt hoch erfreuliche 151 Rennteilnehmer. Deren Löwenanteil stellt die Tourenwagen-Division 1 mit 126 Autos. Das ergibt inklusive zweier E2-SH Fahrzeuge unter dem Strich 25 Division 2 Sportwagen. Also eine Zahl, die das positive Bild noch weiter bestätigt. Beim 55. ADAC / MSC-Rhön Hauenstein Bergrennen geht es auch um Punkte zur Luxemburger Berg-Meisterschaft. Das hat 17 Teilnehmer zur Reise aus dem Großherzogtum in die Rhön motiviert. Und weil wir gerade bei Prädikaten, Punkten und Serien sind, dürfen wir die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft für ihre zwei Divisionen Touren- und Sportwagen genauso wenig vergessen wie den KW Berg-Cup und den NSU-Bergpokal. Die zwei Letztgenannten steuern 85 Fahrzeuge zum Gesamtfeld bei. Die zahlenmäßig stärkste Klasse ist die 5c, in der 20 gemäß Performancefactor eingestufte Autos antreten. Dichtauf folgen aus der Division Klassik die 1,4-Liter Renner mit 17 und der NSU-Bergpokal mit 12 Nennungen. Wobei das Feld nicht nur durch die Gesamtzahl, sondern ebenfalls mit Qualität glänzt, wie ihr beim Studium der Teilnehmerliste easy herausfinden könnt.
Na, habt ihr schon Appetit auf das Hauenstein Bergrennen (24.-26.07.) in der bayerischen Rhön bekommen? Ja? Fein, denn das war die Absicht dieser Zeilen. Die wir noch um die Infos ergänzen, dass es am Samstag (Training) und Sonntag (Rennen) jeweils um 08:00 Uhr beginnt. Auf dem Programm stehen je drei Läufe. Die Rennresultate werden aus der Addition der zwei schnellsten Zeiten gebildet. Etwa eine Stunde nach Rennende findet im Festzelt die Siegerehrung statt. Hauenstein ist der achte von dreizehn Saisonläufen des KW Berg-Cups und NSU-Bergpokals. Das heißt, wir tauchen immer tiefer in die Phase der Entscheidungen ein. Da wollt ihr doch noch so oft wie möglich vor Ort sein, liebe KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal Fans und Freunde? Wir vom Berg-Cup e.V. und die Rennveranstalter würden uns auf jeden Fall riesig darüber freuen. Die nächsten Gelegenheiten zum live mitfiebern und für prickelnde Gänsehautmomente gibt es vom 7. bis 9. und 28. bis 30. August mit den Rennen in Osnabrück und Oberhallau. Der totale entscheidende Endspurt führt uns dann über Eichenbühl (11.-13.09.), Esthofen-St. Agatha (25.-27.09.) zum Finale vom 2. bis 4. Oktober nach Mickhausen. Es ist und bleibt spannend. Versprochen!
Uli Kohl, 22.07.2026